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Nur noch wenig gebaut wird aktuell in Erding, hier ein Projekt an der Herzogstandstraße in Altenerding.

Erding ist 2017 nur um 54 Einwohner oder 0,1 Prozent gewachsen

Bevölkerungszahl stagniert

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Erding ist im vergangenen Jahr nicht mehr gewachsen. Was sind die Gründe dafür?

Erding - Ein Prozent Wachstum pro Jahr – diese Losung hat Erdings Oberbürgermeister Max Gotz vor einigen Jahren ausgegeben, nachdem die Kreisstadt teils um mehrere hundert neue Bürger jährlich gewachsen war. Die Daten des Einwohnermeldeamts aus dem Jahr 2017 zeigen, dass die Politik viel stärker auf die Bremse gestiegen ist. Denn die Bevölkerungszahl ist im vergangenen Jahr um gerade einmal 54 Bürger auf 38 482 gestiegen. Das entspricht gerade einmal 0,1 Prozent. Diese Zahlen nennt Rathaus-Sprecher Christian Wanninger.

Der Grund dafür liegt auf der Hand: Der 2014 für weite Teile Erdings verhängte hochwasserbedingte Baustopp ist nach wie vor nicht aufgehoben. Hinzu kommt, dass größere Projekte nach wie vor in der Planung verharren: An der B 388/Poststadel, im Thermengarten sowie auf dem Erdbeerfeld. Hier werden einige hundert Menschen Platz finden. Ebenfalls ein Wohngebiet werden soll das Areal an der Haager Straße-West rund um die Grundschule am Ludwig-Simmet-Anger sowie das BRK-Kinderhaus Wolperdinger. In jüngerer Zeit wurden in Erding nur Einzelmaßnahmen realisiert – Ersatzbauten oder Verdichtungen.

Wanninger konstatiert, dass sich das Bevölkerungswachstum drastisch verlangsamt habe. Im Jahr 2015 war Erding noch um 445 Personen gewachsen, dann 2016 um 230 anstelle der 54 Menschen wie im vergangenen Jahr.

Doch das Plus von 54 ist nur ein Saldo. Diese Entwicklung hat das Einwohnermeldeamt laut Stadtsprecher verzeichnet: Ebenso wie der Zuzug mit 2519 neuen Bürgerinnen und Bürgern (2016: 2667) sank die Zahl der Geburten: Nach 388 im Jahr 2016 liegt der Wert 2017 bei 367 und damit wieder auf einem hohen Niveau. Die 388 Geburten in 2016 hatten den höchsten Wert der vergangenen fünf Jahre dargestellt. „Das Bevölkerungswachstum der Großen Kreisstadt liegt damit nicht allein im Zuzug begründet, da 2017 laut der Statistik 335 Personen starben (2016: 342) und damit weniger als geboren wurden“, so Wanninger.

Die Zahl der Wegzüge fiel mit 2497 nur minimal höher aus als 2016 (2483). Bei den Umzügen innerhalb des Stadtgebiets ergab sich ein leichter Rückgang: Wechselten 2016 insgesamt 1435 Menschen in Erding ihren Wohnsitz, taten dies im vergangenen Jahr 1396.

Auch die Zahl der Eheschließungen sank: 2016 belief sich die Zahl auf 281, im vergangenen Jahr auf 250. Die Zahl der Scheidungen blieb dagegen nahezu gleich: Beendeten 2016 noch 116 Paare ihre Ehe, waren es im Vorjahr 122, teilt die Stadtverwaltung mit.

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