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Viele Neunt- und Zehntklässler lauschten der Begrüßungsrede von Schulleiter Michael Altmann in der Aula der Herzog-Tassilo-Realschule.

Berufsinfoabend in der Herzog-Tassilo-Realschule

Bei der Bewerbung zählen nicht nur die Noten

Erding – Für die Schüler der Herzog-Tassilo-Realschule (HTRS) wird es langsam ernst: Die Abschlussprüfungen nahen, und mancher Neunt- und Zehntklässler ist sich noch nicht sicher, ob er nach der Schule auf die FOS gehen oder eine Ausbildung beginnen soll.

Mit dem Berufsinformationsabend, der heuer schon zum elften Mal stattfand, will die HTRS den Jugendlichen aufzeigen, welche Ausbildungsmöglichkeiten es mit der Mittleren Reife gibt, und dass auch ohne FOS-Abschluss eine erfolgreiche Karriere möglich ist.

30 Unternehmen waren vor Ort, um ihre Berufe vorzustellen. Neben BMW, Rohde & Schwarz und dem Flughafen München waren unter anderem auch der Erdinger Weißbräu, die Sparkasse Erding-Dorfen, und die VR-Bank Erding vertreten. In seiner Begrüßungsansprache sagte Schulleiter Michael Altmann, dass bei der Bewerbung „nicht nur Noten zählen, sondern auch die Bemerkungen auf dem Zeugnis“. Ebenso sei die Mitgliedschaft in einem ehrenamtlichen Verein vorteilhaft für das Bewerbungsschreiben. „Prüft eure Alternativen“, sagte er. Man sollte sich nicht nur auf die FOS konzentrieren, sondern auch Ausbildungsmöglichkeiten überprüfen.

Erstmals war der Weißbräu vertreten. „Wir wollen unsere technischen Ausbildungsberufe vorstellen. Bei uns kann man nicht nur Brauer lernen“, meinte Tamara Mauritz. Diese stellte mit Kollegin Karin Hueber Jobs wie den Industriemechaniker oder Elektroniker vor.

Wichtig an dem Abend sei, dass die Eltern dabei sind. „Die Kinder vertrauen auf deren Meinung“, sagten Kerstin Suchy und Franziska Bock vom Flughafen. Über die Erwartungen an einen Azubi der Sparkasse informierten Ausbildungsleiter Anton Grill und die Auszubildende Lara Wiskandt, die selbst die HTRS besucht hat. Die Chancen, nach der Ausbildung übernommen zu werden, stünden sehr gut. „Dieses Jahr wurden alle Azubis übernommen“, so Grill.

Die VR-Bank „wollte dieses Jahr auf eine andere Art herangehen“, erklärte Marketingreferentin Melanie Zehetmeier. Im Eingangsbereich wurde ein Kaffeestand aufgebaut. Mit Erfolg. „Meine Kollegin aus der Personalabteilung ist zufrieden“, sagte Zehetmeier. Der perfekte Bewerber sei für sie ein „homophiler Realschulabgänger“.

Den Schülern hat der Abend viel Spaß gemacht. Er sei „sehr informativ“ gewesen, meinten Hannah Mittermeier und Jakob Obermaier aus Erding. Beide könnten sich nun einen Ausbildungsberuf vorstellen.

Das Feedback, das Altmann von den Firmen bekomme, sei „hervorragend“. Diese müssten sich für den Infoabend bewerben. Die Schule habe „weit mehr Anfragen als nötig. Die Unternehmen kommen besonders gern hier her“, sagt der Direktor. 

von Sebastian Hartinger

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