Brüsseler Gericht spricht Islamisten Abdeslam des Mordversuchs schuldig

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Treue Mitglieder zeichnen den Bezirksfischereiverein aus. Josef Kara (4. v. l.) ist seit 60 Jahren dabei. Dazu gratulierten ihm (v. l.) Vorsitzender Horst Gattermann, Ministerin Ulrike Scharf, OB Max Gotz sowie (v. r.) 2. Vorsitzender Wolfgang Ludwig und Bezirksvize Thomas Schiffler. 

Bezirksfischereiverein Erding 

„Sie nutzen und schützen die Natur“

Gut 570 Mitglieder zählt der Bezirksfischereiverein Erding. Für sein Engagement gab es jetzt viel Lob.

Erding– Am Freitagabend beim Franken-Fasching in Veitshöchheim, am Samstagabend bei der Reiherorden-Sitzung der Narrhalla Erding in der Stadthalle, am Sonntagnachmittag ebendort beim Bezirksfischereiverein: Erfreut war Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf, dass sie die Einladung mit ihrem Terminkalender vereinbaren und erstmals an der Jahreshauptversammlung der Fischer teilnehmen konnte. Als „Naturnutzer, Naturschützer und -bewahrer“ sieht Scharf die Fischer und Jäger in Bayern. Schon allein deshalb würden Regierung und Verein am gemeinsamen Bekenntnis Artenschutz arbeiten – miteinander, nicht gegeneinander.

Scharf kündigte an, eine Steigerung der Gewässerqualität und den Aufbau von Gewässerrandstreifen durch finanzielle Unterstützung und den engen Schulterschluss mit Kommunen und Wasserwirtschaftsämtern bis zum Ende der Bewirtschaftungsperiode erreichen zu wollen. Unter anderem soll bester Hochwasserschutz entstehen. „Dafür gibt es in Erding ja bereits ein positives Beispiel: das sanierte Stadtwehr in der Sempt“, sagte die Ministerin.

Großen Dank richtete Oberbürgermeister Max Gotz an den Vorstand des Bezirksfischereivereins: „Hier wird aktiv dafür gesorgt, dass Strukturen lebendig bleiben.“

Dass Fischerei- und Jagdvereine Großartiges für die Natur und die Gesellschaft leisteten, betonte Thomas Schreder als Vertreter des Bayerischen Jagdverbandes: „Sie machen Natur erlebbar, sorgen sich um die nachhaltige Nutzung und haben die einzigartige Möglichkeit, der Gesellschaft heimatliche Produkte zu bieten. Zusammen sind wir für den Schutz heimischer Tiere verantwortlich, weil Artenschutz nicht an der Wasseroberfläche aufhört.“

Nicht zuletzt deshalb würden die Jäger den Verein beim geplanten Oberbayerischen Jugendausbildungszeltlager unterstützen. Vom 29. Mai bis 2. Juni werden hier rund 350 Jugendliche am Kronthaler Weiher die Möglichkeit bekommen, die Natur – weg von Internet und sozialen Medien – schätzen zu lernen.

Die hervorragende Jugendarbeit des Vereins würdigte auch Vize-Landrat Jakob Schwimmer, der seinen Zugang zum Bezirskfischereiverein vergangenes Jahr beim Fischerfest fand. „Ein Stünderl dort war geplant, fünf sind’s geworden“, sagte er. Die Jugendlichen würden im Verein eine sinnvolle Beschäftigung in der Freizeit finden. „Und ich bin mir sicher, dass diese Kinder nicht bei uns im Jugendamt landen“, sagte Schwimmer.

Ein so lebendiger Verein bringt auch Veränderungen mit sich. So wurde das Amt des 2. Sportwarts, bisher ausgeübt von Matthias Liegau, neu mit Stefan Hieber besetzt. Er wurde einstimmig gewählt. Ebenso einvernehmlich wurde Thomas Mehringer zum Ehrenmitglied ernannt. Er unterstützt die Bezirksfischer seit seiner Jugend.

Von einem intakten Vereinsleben zeugen auch die zahlreichen langjährigen Mitgliedschaften. Auf 15 Jahre im Verein können Martin Angermaier, Michael Dechene, Andres Demel, Tobias Hilfer, Heinrich Loy, Manfred Maier, Gerhard Myrth und Christoph Steiger zurückblicken. Für 25 Jahre Treue wurden Michaela Goebel, Johann Jell, Peter Mayr, Daniel Neeb, Josefine Schacherl und, Hartmut Wurz ausgezeichnet, für 40 Jahre Gottfried Bauer, Karl-Heinz Bürgel, Ulrich Gambalat, Paul Korber, Thomas Schiesl und Josef Springinsfeld. Seit einem halben Jahrzehnt gehört Josef Gartner dem Verein an. Josef Kara ist seit 60 Jahren dabei.

Neben den Glückwünschen von Scharf, dem Vorsitzenden Horst Gattermann und Vize Wolfgang Ludwig nahm der gerührte Erdinger die Ehrenmedaille in Bronze des Fischereiverbandes Oberbayern von Vizepräsident Thomas Schiffler entgegen. In ein paar Wochen steht dem 93-Jährigen ein weiteres, seltenes Jubiläum bevor: der 70. Hochzeitstag, die Gnadenhochzeit.

Monika Hausner

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