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Ein Biotop für Blue Notes

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Jazz vom Dixieland bis zum Hard Bop und Funk bringen Werner Riedel (l.) und seine Freunde Gabriel Keough (Trompete) Rudi Schießl (Bass) und Walter Ruckdeschl (Saxophon) im Duchesse auf die Bühne. foto: Niedergesäss
Jazz vom Dixieland bis zum Hard Bop und Funk bringen Werner Riedel (l.) und seine Freunde Gabriel Keough (Trompete) Rudi Schießl (Bass) und Walter Ruckdeschl (Saxophon) im Duchesse auf die Bühne. foto: Niedergesäss

Erding - In einen Jazz-Club der feinen Art verwandelt sich das Duchesse in Erding an jedem zweiten Mittwoch.

Der Jazz hat in der Kreisstadt wieder eine Heimat gefunden. Im Restaurant Duchesse in der Erdinger Langen Zeile stehen jeden zweiten Mittwoch Musiker auf der Bühne und spielen vor einem kontinuierlich wachsenden Fankreis.

„Es macht einfach Spaß, hier in Erding zu spielen“, erklärt Werner Riedel, Trompeter und Posaunist aus München. Der passionierte Jazzer macht seit seinem 15. Lebensjahr Musik. „Heuer feiere ich das 50. Bühnenjubiläum“, sagt er und lacht. Auf die Idee, Erding zu einer Hochburg des Jazz werden zu lassen, kam er im Sommer. „Da spielte ich mit meiner Band Heart Bop Connection beim Stadtfest und habe im Duchesse gegessen. Die Örtlichkeit hat mich sofort angesprochen.“ Vor allem der Flügel auf der Bühne gefiel ihn.

Eine wesentliche Rolle habe auch die Akustik gespielt. „Das alles sind Voraussetzungen, die nur selten zu finden sind und geradezu ideal für den Jazz sind“, meint Riedel. Im Oktober startete er das Experiment, das inzwischen von den Erdingern so gut angenommen wurde, dass die Reihe bis Ende April fortgeführt werden soll. Das Konzept ist einfach: Abwechselnd tritt eine feste Formation auf und bestreitet ein Konzert, und dann wieder gibt es eine Jam Session.

Auch bei den Musikern hat sich das inzwischen herumgesprochen. „Mein Ideal ist, dass auch Erdinger Jazzer kommen und einsteigen. Jeder der spielen kann, soll sein Instrument mitbringen und loslegen“, so Riedel.

Am Mittwoch war wieder Jam Session-Abend. Außer Riedel standen der Pianist Cedric Bonnet, Bassist Rudi Schießl sowie Schlagzeuger Thomas Elwenspoeck auf der Bühne. Verstärkt wurden sie durch Trompeter Gabriel Keough, der auch an der Kreismusischule lehrt und den Saxophonisten Walter Ruckdeschl, ebenfalls aus Erding.

Mit „Blue Train“ von John Coltrane begann das Sextett, spielte dann weitere Klassiker wie „One by One“ (Wayne Shorter), „Whisper Not“ oder „Seven Steps to Heaven“. Nach diesem ersten Set stiegen weitere Musiker ein, die inzwischen unverhofft eingetroffen waren und das Duchesse zu einem echten Jazz-Club verwandelten.

(nie)

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