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Ein Natur-Wahrzeichen: die Lindenallee an der ED 2. 

aktionen für verkehrssicherheit 

Bisher 92 Straßenbäume gefällt

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In jedem einzelnen Fall ging es um die Verkehrssicherheit: Insgesamt wurden in den vergangenen Monaten an den Kreis- und Staatsstraßen 92 Bäume gefällt. Im Herbst geht es allerdings weiter.

Landkreis– Bäume am Straßenrand können todbringende Hindernisse sein. Daher hat das Landratsamt in diesem Winter begonnen, das Kreisstraßennetz auf besonders gefährliche Stellen zu untersuchen. Das vorläufige Ergebnis sind 74 gefällte Bäume. Denn die Aktion ist noch nicht abgeschlossen. Bisher seien 140 der 260 Kreisstraßen-Kilometer abgefahren worden, teilt die Behörde auf Nachfrage mit.

„Die nächste Begutachtung findet voraussichtlich im Sommer statt“, schreibt Claudia Fiebrandt-Kirmeyer, Pressesprecherin des Landratsamts. Gegebenenfalls würden dann ab 1. Oktober weitere Bäume gefällt, die eine Gefahr für die Verkehrssicherheit darstellen. Die Entscheidung, welche Bäume betroffen sind, werde in enger Abstimmung zwischen Liegenschaftsverwaltung, Verkehrsbehörde und unterer Naturschutzbehörde getroffen.

Staatliches Bauamt an Lindenallee aktiv

„Die Lindenallee hat nichts mit unserem Projekt Verkehrssicherheit zu tun.“ Diese Feststellung ist Landrat Martin Bayerstorfer wichtig. Die Maßnahmen zwischen Wartenberg und Kirchberg habe das Staatliche Bauamt in Eigenregie angeordnet. Zu Vorschlägen, entlang der Kreisstraße ED 2 Ersatzpflanzungen durchzuführen, sagt der CSU-Politiker: „Wir haben schon vor Jahren versucht, dort Grundstücke zu erwerben. Aber wir hatten keine Chance.“

Das Staatliche Bauamt Freising ist per Vertrag mit dem Landkreis zum Unterhalt und zur Instandsetzung der Kreisstraßen verpflichtet. An der historischen Lindenallee hat das Staatliche Bauamt 26 Bäume ausgewählt, die aufgrund mangelnder Standsicherheit gefällt werden müssen. Davon wurden 14 Bäume zunächst stehen gelassen und mit einem Sicherungsschnitt in einen verkehrssicheren Zustand gebracht. Diese Bäume werden voraussichtlich im Herbst gefällt, erklären beiden Behörden übereinstimmend.

Die betroffenen Linden an der ED 2 hätten einen hohen Totholzanteil, abgängige Kronen sowie ausgeprägte Faulstellen im Stamm und Wurzelbereich gehabt, erklärt Robert Braun, zuständiger Abteilungsleiter im Staatlichen Bauamt. Daher hätten sie eine Gefährdung für die Verkehrsteilnehmer dargestellt. Pflegemaßnahmen seien nicht mehr sinnvoll und verhältnismäßig.

Darüber hinaus sollen im Laufe des Jahres an 40 weiteren Bäumen der Lindenallee Pflegemaßnahmen zum Erhalt der Verkehrssicherheit stattfinden. Dabei werden abgestorbene Äste ausgeschnitten und teilweise Baumkronen eingekürzt.

Unfallschwerpunkt Staatsstraße 2084

Bundes- und Staatsstraßen im Kreis Erding fallen in die alleinige Zuständigkeit des Staatlichen Bauamts. Im Februar ließ die Behörde sechs Bäume an der Staatsstraße 2084 zwischen Erding und Ammersdorf fällen. Dort sei eine Unfallhäufung festgestellt worden, erklärt Abteilungsleiter Braun. Die betroffenen sechs Bäume standen nach seinen Angaben zu nah an der Fahrbahn, um eine Schutzplanke anzubringen, oder sie waren bereits in einem derart schlechten Zustand, dass sie innerhalb der nächsten drei Jahren hätten entfernt werden müssen.

Ein Baum werde in den kommenden Monaten mit einem Einzelanfahrschutz abgesichert. Bei zwei weiteren Bäumen werde geprüft, ob das möglich ist. Die Fällungen seien unvermeidbar gewesen, erklärt Braun. Als Ausgleich sei eine Neupflanzung an einem aus Verkehrssicherheitsaspekten geeigneten Standort geplant.

Darüber hinaus laufen derzeit Baumpflegemaßnahmen an der B 388 zwischen Zengermoos und Taufkirchen. Dafür wird die Straße noch bis Ende März abschnittsweise halbseitig gesperrt (wir berichteten).

Fällungen an Kreisstraßen:

Laut Landratsamt wurden bereits die Kreisstraßen ED 1, 5, 7, 9, 10, 11, 13, 14, 15, 20, 21, 23, 26 und 30 untersucht. Dort wurden bis Ende Februar gefährliche Bäume umgeschnitten. Die Aktion wird heuer fortgesetzt.

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