Trumps Chefstratege Bannon verlässt offenbar das Weiße Haus

Trumps Chefstratege Bannon verlässt offenbar das Weiße Haus
„Wir brauchen Ihre Hilfe“: Mit diesen Worten übergab Maria Brand (r.) ihren Brief an Frank-Walter Steinmeier.

Empfang in der Staatskanzlei

Brand-Briefe an Steinmeier und Seehofer

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Mitten im großen Menschenauflauf in der Staatskanzlei bahnte sich Maria Brand am Mittwoch den Weg zu Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Es ging wie immer um den Kampf für die Rechte von Asylbewerbern und  deren zunehmend ausgebrannten Helfer.

München/Erding– Die Sprecherin der Erdinger Aktionsgruppe Asyl (AGA) war unter den vielen geladenen Gästen beim Empfang für das deutsche Staatsoberhaupt und nutzte die Gelegenheit. „Wir brauchen Ihre Hilfe“, habe sie Steinmeier gesagt, berichtet die 70-Jährige. Der Präsident bekam einen zweiseitigen Brief von ihr und versprach auch, ihn zu lesen.

Brands Anliegen waren vor allem die Arbeitsverbote für immer mehr Afghanen und deren Abschiebungen. „Längst sind Suizidversuche keine Einzelfälle“, hat sie in den Brief an den Bundespräsidenten geschrieben. Die Stimmung unter den Geflüchteten sei katastrophal – ebenso auch immer mehr unter den Helfern. „Es sind auch die politischen Vorgaben, die uns mürbe machen“, sagt die Sozialpädagogin im permanenten Unruhestand.

Darauf wies sie in einem weiteren Brief hin, den sie Ministerpräsident Horst Seehofer übergeben hat. „Unsere Bemühungen um einen menschenwürdigen Umgang mit Flüchtlingen stoßen zunehmend auf politisch gewollte Barrieren“, schrieb sie Seehofer. Wie gewohnt nahm Brand kein Blatt vor den Mund. Sie verlieh gegenüber Seehofer ihrer Hoffnung Ausdruck, „dass es ihnen gelingt, dem C in Ihrem Parteinamen wieder ein Gesicht zu geben“.

Bis zu ihrem RuhestandGr hat Maria Brand für die Caritas als Sozialpädagogin in zwei großen Container-Anlagen für Flüchtlinge gearbeitet. Seitdem engagiert sie sich weiter auf dem Gebiet. Zu Beginn noch in München beim Aufbau der mehrfach preisgekrönten Schlau-Schule in der Ludwigsvorstadt und dem Projekt Infobus sowie bei Amnesty International für Frauen in Abschiebehaft. Seit fünf Jahren agiert Brand streitbar, sachkundig, unermüdlich und stets unbequem für die AGA. 

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