Auf hohem Niveau präsentierte sich das brasilianische Jugendstreichorchester Camerata Ivoti unter der Leitung von Irving Feldens im Gasthaus Strasser in Oberbierbach. foto: obermeier

Brasilianisches Oberbierbach

Oberbierbach - Das Jungendstreichorchester Camerata Ivoti hat bei seinem Auftritt in der Gemeinde Fraunberg begeistert.

Zu einem besonderen Event hatte die Gemeinde Fraunberg ins Gasthaus Strasser in Oberbierbach geladen. Im Rahmen seiner Europatournee von Oslo über Berlin und Istanbul machte das brasilianische Jugendstreichorchester Camerata Ivoti auch in der Gemeinde Fraunberg Station.

Der Kontakt zum Chor war dank der Adelsfamilie von Fraunberg zustande gekommen, deren Tochter Herdana mit ihrer Familie von 1963 bis 1996 in Südbrasilien gelebt hatte. Mit dem Chor Zwischentöne, dem Fraunberger Spielkreis und der Geschwister Daimer zeigten auch lokale Künstler ihr Können.

Zur musikalischen Begrüßung sang der Chor Zwischentöne unter Leitung von Manuela Steck „Wir wollen aufstehn“, was Fraunbergs Bürgermeister Hans Wiesmaier in seiner Begrüßung aufgriff. „Das ist genau unser Motto heute: aufstehen und aufeinander zugehen.“ Einen großen Dank schickte Wiesmaier an die Familie von Fraunberg. „Ihr habt es geschafft, heute die weite Welt an uns heranzurücken, damit habt ihr euch selbst geadelt.“

Unter der Leitung von Irving Feldens präsentierten die 23 Musiker vom brasilianischen Jugendstreichorchester auf Bratschen, Cellos und Kontrabässen ihr Können. Dabei spielten sie meisterlich Werke von brasilianischen und argentinischen Komponisten. Als Zugabe gab es den bekannten Hit „Y.M.C.A.“, und alle im Saal klatschten begeistert mit.

Fraunbergs Orchesterdirigent Hellmut Ellebrecht und seine Frau Kajoko zeigten sich beeindruckt von den Gästen. „Das Orchester hat zwischen zwei Polen genau die richtige Balance gefunden. Außerdem hat es sehr ausgeglichen, in Klang hell und dunkel, gespielt. Es waren viele interessante Arrangements dabei“, so der Experte. „Besonders beeindruckt hat mich das Stück ,Garota de Ipanema‘“. Kajoko Ellebrecht war begeistert von den jungen Solisten, die bei den verschiedensten Werken überzeugt hatten.

Zwischen den Orchesterauftritten spielte der Fraunberger Spielkreis unter der Leitung von Elisabeth Voringer unter anderem mit einem Zwiefachen. Die Geschwister Daimer beeindruckten an Harfe und Hackbrett mit einem Landler und einem Boarischn, und der Chor Zwischentöne überzeugte mit Liedern, die vorwiegend aus dem kirchlichen Bereich stammen. Gemeinsam spielte und sang man zum Abschluss „Möge die Straße uns zusammenführen“. Wiesmaier kündigte an, dass dies nicht das letzte großartige Konzert in der Gemeinde gewesen sei.

Thomas Obermeier

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