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Breitbandausbau 

Kreisstadt will die letzten Winkel erschließen

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Erding – Der Breitbandausbau in Erding schreitet voran. Der Stadtentwicklungsausschuss stellte am Dienstag die Weichen, damit auch abgelegene Bereiche einen Anschluss an die Datenautobahn bekommen.

Konkret geht es um die Bereiche nordwestlich von Eichenkofen, östlich von Siglfing, südwestlich von Itzling, Weiherhäuser, Straß und Graß, Teile Pretzens sowie der Abschnitt von Ammersdorf über Neuhausen bis Indorf. Andernorts haben Stadt und Telekom dem Internet bereits Beine gemacht oder sind gerade dabei, etwa in Eichenkofen, Langengeisling, Itzling, Bergham, Aufhausen-Süd und Werndlfing.

Um die Peripherie anzuschließen, wird die Stadt nach einstimmigem Beschluss das Bundesförderprogramm nutzen. Die Details stellte der städtische Breitband-Experte Paul Michael vor. Das Bundesprogramm soll seinen Worten zufolge „stabile Breitbandgeschwindigkeiten von mindestens 50 Mbit pro Sekunde ermöglichen“. Jeder Kommune stehen dafür zwischen 100.000 und 15 Millionen Euro zur Verfügung.

An sich beträgt der Fördersatz 50 Prozent, der Rest entfällt auf die Kommune. Michael erklärte, dass es aber eine Regelung gebe, die die Landes- mit der Bundesförderung kopple: „Erding könnte so 80 Prozent erhalten.“

Zwei Ausbaumethoden stellte er vor. Im ersten Fall wird das Glasfaserkabel bis in jedes einzelne Gebäude verlegt (FTTB-Variante). Im zweiten endet die Glasfaserverbindung im Verteilerkasten, von dem aus es per Kupferdraht zu den Verbrauchern geht (FTTC). Im Ausschuss ging der Trend klar zu FTTB, sie gilt vor dem Hintergrund späterer weiterer Ausbauten als deutlich zukunftsorientierter.

Entscheiden müssen die Stadträte zudem über das Ausbaumodell. Beim Wirtschaftlichkeitslückenmodell baut und betreibt ein Netzanbieter, beim Betreibermodell tritt die Stadt als Bauherr auf und kann die Anlage vermieten. OB Max Gotz (CSU) erklärte, er sehe hier nicht die Stadt oder die Stadtwerke in der Rolle des Bauherrn und Betreibers. Das könnte der Einstieg in die Schuldenspirale sein. Günther Kuhn (Grüne) dachte im Gegenzug laut über neue städtische Einnahmequellen nach.

Beim Wirtschaftlichkeitslückenmodell ist laut Michael mit Gesamtkosten von rund 2,58 Millionen Euro zu rechnen, der Eigenanteil liege bei knapp einer halben Millionen Euro. Beim Betreibermodell seien es 2,30 Millionen beziehungsweise 444.000 Euro.

Viel Zeit haben die Stadträte nicht mehr, denn der Förderantrag für das Bundesprogramm muss bis 28. Februar gestellt sein. Der entsprechende Beschluss erging nach einer Debatte, in der Einigkeit über die hohe Bedeutung flächendeckenden schnellen Internets herrschte, einstimmig.

Welchen konkreten Weg Erding bei den Randgebieten geht, entscheidet sich, wenn der Bund einen Förderbescheid erlassen hat. Die erforderlichen Mittel sollen in den Nachtragshaushalt 2017 eingestellt werden.

Da in Pretzen demnächst vom Abwasserzweckverband Erdinger Moos einige Leitungen neu verlegt werden müssen, will man die Baustellen gleich auch für die Glasfaserkabelverlegung nutzen. Dieser Vorschlag kam von Johanna Heindl (FW). 

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