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Farben, Formen, Größe: Brillentrends gibt es viele. Christopher Haller (l.) von pro optik bei der Beratung.

Woche des Sehens 

Brille – mehr als nur zwei geschliffene Gläser

Landkreis – „Das Leben ist bezaubernd, man muss es nur durch die richtige Brille sehen“, schrieb einst Alexandre Dumas. Angesichts der Vielfalt an Modellen und Trends ist die Suche gar nicht so einfach. Seit Samstag läuft die Woche des Sehens.

„Die Brillenmode unterliegt einem ständigen Wechsel. Von schmal und eckig über leicht eckig bis hin zu rund: Der Markt bleibt einfallsreich und ist immer wieder gut für neue Überraschungen“, erklärt Franz Widmann, Inhaber von Optik Widmann in Erding. Ein gutes Beispiel dafür seien Brillen der Marke Etnia Barcelona aus der neuen Kollektion. „Durch unbekannte und neue Farbkombinationen stehen sie für Freiheit und Individualität – und sind dabei stets ein Statement für sich“, sagt Widmann.

Ein Statement ist auch der John-Lennon-Stil. Der Musiker hat die runde Brillenform einst zum Kult gemacht – und genau der lebt jetzt wieder auf, sagt Augenoptikermeister Stefan Brenner vom Augenoptik-Fachgeschäft pro optik in Erding. „Die Brillen werden immer größer. Der Trend der Gestelle aus Holz neigt sich hingegen dem Ende zu. Stattdessen wird überwiegend Kunststoff gekauft“, meint Brenner.

Das bemerkt auch Jennifer Belz. Die Augenoptikermeisterin bei Lebi Optik erklärt zudem, dass so genannte Pantobrillen derzeit voll im Trend liegen. Runde, oben leicht abgeflachte Gläser sind das Markenzeichen dieses Modells, das es bereits seit den 20er Jahren gibt und das immer wieder ein Revival feiert. Daran sind nicht zuletzt die Promis schuld: Schauspieler Johnny Depp zum Beispiel trägt Pantobrille, und auch Kult-Regisseur Woody Allen kann man sich ohne die markanten Augengläser kaum vorstellen. Kein Wunder also, dass auch Yvonne Konrad, Inhaberin von Hirschhuber Optik in Dorfen, zur Zeit viele dieser Modelle verkauft.

In Sachen Gestell sind bei den Damen zudem Brillen in Cat-Eye-Form absolut gefragt. „Doch erlaubt ist alles“, sagt Joachim Geyer, Inhaber des gleichnamigen Optikstudios in Erding. „Jeder kann typgerecht tragen, was ihm steht, wobei vor allem matte Töne und runde Formen gern gewählt werden“, weiß der Augenoptikermeister.

Das bestätigt auch Hans Hobmeir von Optik Scheere in Erding. Er beobachtet zudem, dass Metall mehr und mehr aus der Mode gerät, und die Nachfrage vor allem nach Kunststoffgestellen besteht.

Insgesamt lässt sich feststellen, das die Brillenmode derzeit auf große, runde Modelle und knallige Farben setzt. Verspiegelte Brillen fristen eher ein Nischendasein – zumindest derzeit.

Die Woche des Sehens, die seit Samstag läuft, soll auch animieren, immer einen Blick auf seine Augen zu haben.

Vanessa Huber

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