erding-brk-hauptversammlung-hofstetter
+
Tritt wieder an: BRK-Vorsitzender Franz Hofstetter.

Hofstetter will BRK-Chef bleiben

  • Hans Moritz
    VonHans Moritz
    schließen

 In Präsenz findet am morgigen Freitag um 19 Uhr in der Stadthalle Erding die Jahreshauptversammlung des BRK-Kreisverbandes statt. Dabei stellt sich Vorsitzender Franz Hofstetter zur Wiederwahl. 

Von einem Gegenkandidaten ist nichts bekannt. Zuvor stehen Jahres- und Finanzbericht auf der Tagesordnung. Die Abstimmung findet dann per Urnenwahl am Sonntag, 11. Juli, von 9 bis 15 Uhr im Rotkreuz-Haus an der Wilhelm-Bachmair-Straße 2 in Erding statt.

Vorab zieht Hofstetter in unserer Zeitung Bilanz. Am meisten freue es ihn, dass es gelungen sei, Haupt- und Ehrenamt einander (wieder) näher zu bringen. „Sie ziehen an einem Strang“, so der Vize-Landrat. „Besonders eindrucksvoll war für mich die Zusammenarbeit ab März 2020, als Ehren- und Hauptamt gemeinsam einen Corona-Krisenstab etabliert und gemeinsam die Höhen und Tiefen während der Pandemie bewältigt haben.“ Auch lobt er Aufbau und Betrieb des Impfzentrums in der Turnhalle am Lodererplatz.

Von einem „Highlight“ spricht Hofstetter, was den Einstieg des Erdinger BRK in die Pflege betrifft. „Wir haben uns jahrelang mit dem Thema auseinandergesetzt, aber den Start aus finanziellen Gründen immer wieder verschoben.“ Mit mehreren kleinen Projekten, seien es die Gemeindeschwester, das Netzwerk Pflege, die Demenzgruppen im Rätschenbach, die vielen lieben Begegnungen im Rätschenbach, die vor allem für ältere Menschen gedacht sind, „haben wir eine Basis für die Pflege geschaffen“. Mit dem Zuschlag für den Pflegekrisendienst habe das BRK einen weiteren Schritt gemeistert. „Jetzt gilt es, die Bereiche ambulante Pflege, Tagespflege und Betreutes Wohnen Schritt für Schritt aufzubauen“, formuliert Hofstetter künftige Herausforderungen.

Auch reagiert er auf den Vorwurf, zu wenig im Kreisverband präsent zu sein. Den weist er zurück. „Man muss nicht immer als Person anwesend sein, um sich für eine gute Sache einzusetzen. Man kann auch ohne anwesend zu sein mit einem guten Team die Geschicke des Kreisverbandes lenken und leiten, ohne ganz vorne stehen zu müssen.“ Sein Amt als Zweiter Landrat sei ebenso zeitintensiv wie zuvor das des Rathauschefs von Taufkirchen. Auch verweist er in diesem Zusammenhang auf seine „sehr aktiven“ Stellvertreter Andreas Lindner und Jürgen Loher.

Demonstrativ stellt sich Hofstetter hinter die nicht immer unumstrittene BRK-Kreisgeschäftsführerin Gisela van der Heijden. „Ich sehe Kritik an den Projekten unserer Kreisgeschäftsführerin nicht kritisch, denn sie ist unser Zugpferd. Ihre Ideen besprechen wir gemeinsam im Team, treffen gemeinsam Entscheidungen.“ Van der Heijden habe viele Ideen eingebracht und musste manchmal auch Medienschelte einstecken, trotzdem gehe sie ihren Weg. „Ohne sie würde es viele Projekte nicht geben“, so der Vorsitzende.

Zur finanziellen Lage erklärt er, man wolle keine hohen Gewinne generieren. „Es ist uns gelungen, unsere Liquidität stabil zu halten. Seit 2017 gehen wir noch mehr auf die Belange der ehrenamtlichen Gemeinschaften – Bereitschaft, Jugendrotkreuz, Wasserwacht und Wohlfahrts- und Sozialarbeit – ein. Wir stellen ihnen für ihre tägliche Arbeit mehr Geld zur Verfügung, unabhängig von der eigenen Mittelbeschaffung.“

Neben der Stärkung der Pflege nennt Hofstetter als Herausforderung die Zukunft der Rettungswachen in Erding, Dorfen und Taufkirchen.“

ham

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare