Noch bevor in Bayern der Katastrophenfall ausgerufen wurde, war das BRK  erhöhter Alarmbereitschaft. Seit über drei Wochen gibt es dort einen Krisenstab.
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Hier laufen die Fäden zusammen: Der Corona-Krisenstab des BRK mit seinem Leiter Andreas Lindner (r.).

Rettungsdienst gerüstet

BRK im Krisenmodus: Eigener Coronastab – Angebote für Isolierte

Noch bevor in Bayern der Katastrophenfall ausgerufen wurde, war das BRK  erhöhter Alarmbereitschaft. Seit über drei Wochen gibt es dort einen Krisenstab.

Erding Noch bevor Ministerpräsident Markus Söder den Katastrophenfall wegen des Corona-Virus ausgerufen hat, war der BRK-Kreisverband in erhöhter Alarmbereitschaft. Deshalb gibt es bereits seit über drei Wochen dort einen Krisenstab. Er geht auf einen Erlass von BRK-Präsident Theo Zellner zurück.

Der BRK-Krisenstab hat bisher alle Strukturen aufgebaut, alles Organisatorische und Einsatzdienstliche steht. Zweimal täglich finden Lagebesprechungen statt, bei denen der Krisenstab alle kurzfristig aufgetretenen Probleme bespricht und Lösungen findet. Haupt- und Ehrenamtliche arbeiten Hand in Hand. „Wir sind bestens gerüstet, um den Menschen im Landkreis Erding zu helfen“, sagt BRK-Krisenmanagerin Gisela van der Heijden.

BRK-Fachberater in der Führungsgruppe Katastrophenschutz

Das Hilfeersuchen für den Landkreis Erding kommt von der Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt. Dort arbeiten drei BRK-Fachberater mit. Bereits unterstützt wird die Verwaltung der Abstrichstellen in Dorfen und Erding. Das BRK versorgt im täglichen Wechsel mit dem Malteser Hilfsdienst die Patienten mit Warmgetränken und die Mitarbeiter mit Essen.

Eine besondere Herausforderung stellt die derzeitige Corona-Lage für die Bereiche Rettungsdienst und Fahrdienst dar. Sie haben ständigen Kontakt mit kranken Menschen. Hier greifen besondere Vorsichts- und Hygienemaßnahmen.

Wegen Corona: BRK-Shops und Kinderhaus mussten schließen

Die Gemeindeschwester spürt in ihrer Arbeit ebenfalls die Veränderung. Sie hält engen Kontakt zu den Senioren.

Der Corona-Virus macht um die Mitarbeiter und Einsatzkräfte keinen Bogen. Deshalb halten sich alle an die staatlichen Vorgaben. Ein paar wenige sind zwar betroffen, aber der überwiegende Teil ist einsatzbereit, ist im Dienst oder in Bereitschaft.

Die Restriktionen betreffen auch das BRK. So mussten die BRK-Shops und die Frischküche im BRK-Kinderhaus geschlossen werden sowie die Erste-Hilfe-Kurse, Schwimmkurse sowie die interne Ausbildung eingestellt werden.

Einkaufsservice für Menschen in häuslicher Quarantäne

Durch das Corona-Virus wurden aber auch zwei Angebote schnell aufgestellt. Der Einkaufsservice in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt und einer kürzlich gegründeten Jugendgruppe im Landkreis steht. Dieser ist für alle in häuslicher Quarantäne unter Tel. (08122) 976 247 von Montag bis Freitag von 9 bis 16 Uhr erreichbar. Die Helfer des Wohlfühltelefons für die gleiche Zielgruppe hören gerne zu und unterhalten sich. Wenn jemandem die Decke auf den Kopf fällt, ist man unter Tel. (08122) 976 270 montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr an der richtigen Stelle.

Andreas Lindner, Leiter des Krisenstabs, versichert: „Das BRK Erding ist jetzt erst recht für alle da. Wir sind davon überzeugt, dass wir diese Krise gemeinsam meistern.“

Danuta Pfanzelt

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