Der goldene Faden 

Bronzeplatten weisen den Weg

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Erding – Einen informativen Spaziergang durch Erding kann man anhand des Themenwegs „Der goldene Faden“ unternehmen. Den Weg weisen im Boden eingelassene Bronzeplatten.

Der neue Themenweg des Arbeitskreises „Erding bewegt“ hat keinen roten Faden. Er folgt stattdessen einem „goldenen Faden“: Die gleichnamige Tour stellten die Ehrenamtlichen am Sonntag vor. Sie führt vom Erdinger Bahnhof vorbei an Widnmann-Palais, ehemaligem Molkereigebäude, Frauenkircherl, Stadtmauer und Rathaus wieder zurück.

Ganz neu ist die Route jedoch nicht, erklärte Jutta Harrer. „Der Weg ist eigentlich ein Produkt aus der Lokalen-Agenda-21-Gruppe“, sagte die Sprecherin von „Erding bewegt“. Federführend hatten um die Jahrtausendwende Doris Kraeker, Horst Potempa und Roswitha Bendl die Tour entworfen. Als die Therme eröffnet wurde, habe der Tourismus in Erding allmählich angezogen. „Also haben wir überlegt, was wir tun könnten, um die Stadt fremdenverkehrsmäßig einfach zu erschließen“, blickte Potempa zurück.

„Wir wollten etwas Praktisches für die Bürger machen“, erklärte Kraeker und gab zu: „Eigentlich ist dieser Weg das Einzige, was vom Agenda-Prozess übrig geblieben ist.“ Einige tausend Flyer wurden damals gedruckt und verteilt. Inzwischen jedoch sei er überholt, sagte Potempa. Also ist der Historische Verein Erding als Pate für den Themenweg eingesprungen. Vereinschefin Heike Kronseder, Schatzmeisterin Heidemarie Menzel und 3. Vorsitzender Anton Hirth sind die Autoren des modernen Faltblatts, in dem die Informationen zu den Sehenswürdigkeiten aktualisiert wurden. Die Route blieb unverändert – bis auf das Bronzemodell der Stadt am Kleinen Platz, das neu aufgenommen wurde.

Der 2,9 Kilometer lange „goldene Faden“ führt, damals wie heute, durch Erding entlang von Bronzeplatten – entworfen von Künstler Harry S und gesponsert von Geschäftsleuten wie Privatpersonen. Sie zeigen eine stilisierte Skyline der Innenstadt in 360-Grad-Ansicht samt Stadtturm. Der weist als Pfeil auf die jeweils nächste Sehenswürdigkeit und Bronzeplatte hin. Lediglich vor dem Grafenstock darf man sich nicht verwirren lassen: Hier deutet der Turm ins Rathaus hinein. Diese erste Platte hat der Historische Verein einst für 450 Mark angeschafft. Ob sie irgendwann gedreht wird, stehe noch nicht fest.

Mit den sechs Wander- und zwei Themenwegen muss die Serie noch nicht fertig sein, sagte Harrer: „Weitere Wanderideen sind willkommen.“ Und auch der „goldene Faden“ könnte noch erweitert werden – um die Erdinger Museen zum Beispiel. Hier gibt’s noch keine Bronzeplatten. 

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