Ganz schön eng wird die Berghamer Straße, wenn am Rand breite Lastwagen abgestellt sind. Foto: Bamberg

Brummis verstopfen Gewerbegebiete

Erding - Parkende Lastwagen provozieren in Erding regelmäßig Ärger. Doch nicht nur in Wohngebieten sind Brummis nicht gern gesehen. Auch in den Gewerbegebieten wird’s immer enger. In Aufhausen feilt die Stadt an einer Gesamtlösung.

In Erding vergeht keine Bürgerversammlung, in der nicht über in Wohngebieten geparkte Lastwagen geklagt wird. Diese Situation hat die Stadt mittlerweile durch die klare Kennzeichnung von (Auto-)Stellplätzen einigermaßen in den Griff bekommen. Doch auch in den Gewerbegebieten gewinnt das Problem an Schärfe.

Besonders eng geht es entlang der Valentin-Kirmeyer-Straße in Erding-West und an der Berghamer Straße zwischen Altenerding-Süd/B 388 und dem Gewerbegebiet Aufhausen zu. Viele Brummi-Fahrer steuern die Parkbuchten an. Einige halten hier, um ihre Ruhezeiten einzuhalten, andere stellen die tonnenschweren Gefährte auch mal übers ganze Wochenende ab.

Die Folge: Die Fahrbahn wird deutlich schmaler, der Begegnungsverkehr riskanter. Als gefährliches Nadelöhr hat sich der Straßenabschnitt neben dem neuen Container-Standplatz erwiesen. Dieser ist vielen Nutzern viel zu nahe an die Fahrbahn gesetzt. In der Tat ist es mitunter schwer, überhaupt auszusteigen.

Im Rathaus sind die Probleme bekannt. „Wir bekommen deswegen immer wieder Beschwerden“, berichtet Oberbürgermeister Max Gotz auf Anfrage unserer Zeitung. „Das Thema ist hier angekommen, und wir arbeiten an einer Lösung.“

Doch das ist gar nicht so einfach. Grundsätzlich, stellt der CSU-Politiker klar, gehören Lastwagen, die nicht gerade beim Be- oder Entladen sind, dort geparkt, wo sie auch angemeldet sind, nämlich auf dem jeweiligen Betriebsgelände. Es sei ärgerlich, dass so mancher Unternehmer das Stellplatzproblem auf die Öffentlichkeit abschiebt. Das ärgert Gotz ebenso wie die übliche Praxis, in der Früh die lauten Motoren warmlaufen zu lassen.

Grundsätzlich müsse es möglich sein, dass Trucker in den Gewerbegebieten stehen bleiben, um die Lenkzeiten nicht zu überschreiten. „Wir können es aber nur dulden, wenn die Laster nicht Stoßstange an Stoßstange stehen, so dass gar keiner mehr vorbei kommt. Ich erwarte hier schon Rücksichtnahme.“

Gotz und dem Stadtplanungsamt schwebt vor, das brach liegende Areal gegenüber dem Semptmarkt teilweise als Lkw-Stellfläche zu nutzen. Das Gesamtkonzept reicht aber noch weiter: „In Kürze wird das Baugebiet Altenerding-Süd an der Wendelsteinstraße mit direkter Anbindung des Gewerbegebiet Aufhausen/Berghamer Straße über die Justus-von-Liebig-Straße fertig. Hier könnten ebenfalls Laster eine Zeit lang parken - „aber bitte geordnet“, wie Gotz betont. Er verweist nicht zuletzt auf den Volksfestplatz, wo viel Platz sei, auch größere Lastzüge abzustellen.

Hans Moritz

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare