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Brunhilde Hoffmann 90 

Erding, Washington, Stockholm, Peking und zurück

Auf ein ereignisreiches Leben kann Brunhilde Hoffmann anlässlich ihres 90. Geburtstages zurückblicken. Den Ehrentag feierte sie in Erding im Kreise ihrer großen Familie.

Erding– Brunhilde Hoffmann wurde im Kreis Teplitz-Schönau (Sudetenland) geboren und machte nach der Schule eine Ausbildung zur staatlich geprüften Wirtschaftsleiterin. Sie wollte Lehrerin werden. Ihre Ausbildung in Troppau musste sie kriegsbedingt aber nach einem Jahr abbrechen. Die Familie wurde vertrieben und kam über Sachsen schließlich nach München. Von dort ging es nach Eitting. Hier lebte Brunhilde Hoffmann nach der Hochzeit mit ihrem Mann und ihren beiden Töchtern bis 1959. Viele berührende Geschichten weiß sie noch heute von der Flucht zu erzählen, aber auch von dem Glück, immer wieder Menschen getroffen zu haben, die ihr halfen.

Die junge Brunhilde fand bereits kurz nach der Ankunft im Landkreis Erding eine Bürostelle im Fliegerhorst. „Ich habe mir Englisch selbst beigebracht“, erzählt die Jubilarin stolz. Nachdem ihre Ehe gescheitert war, zog sie mit ihren Töchtern nach Erding. „Ich habe sie zwar streng, aber auch sehr liebevoll erzogen, habe ihnen die wichtigsten Werte für die Zukunft beigebracht“, sagt die Seniorin. Die Töchter waren schon erwachsen, als sie 1975 über das Bundesverteidigungsministerium als Fremdsprachen-Assistentin an die Deutsche Botschaft nach Washington D.C. (USA) versetzt wurde. Anschließend war sie vier Jahre lang in Stockholm und dann gut drei in Peking tätig.

In ihrer Freizeit hat Brunhilde Hoffmann gerne Tennis gespielt. Ihre musische Begabung lebte sie am Klavier aus. Dieses Talent hat sie an ihre Kinder und Enkel vererbt.

Bei der Sudetendeutschen Landsmannschaft engagierte sie sich viele Jahre im Vorstand, bei den jährlich stattfindenden Tagungen hat sie auch immer die kleinen Kuchen gebacken. „350 Stück! Das hat mir viel Spaß gemacht“, erinnert sie sich.

Heute genießt Brunhilde Hoffmann ihren Ruhestand in den eigenen vier Wänden, freut sich über die Besuche ihrer Töchter und vor allem über die drei Enkel und fünf Urenkel. Die Seniorin ist stolz auf ihre Liebsten, die sich um sie kümmern. Dass sie alle an ihrem Ehrentag um sich hatte, war ihr schönstes Geschenk. Auch die Glückwünsche von Oberbürgermeister Max Gotz und Landrat Martin Bayerstorfer freuten sie. E lvi Reichert

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