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Inspirierende Urlaubslektüre stellten (v. l.) Susanne Albers-Dowling, Isabella Mewes, Silke Hörold-Ries, Wolfgang Bauer, Ingrid Müller-Heß und Anette Scharmatinat im Lesegarten der Stadtbücherei Erding vor.

Tipps für die Urlaubslektüre 

Bücher mit Suchtfaktor

Erding - Auf den Flügeln der Fantasie reisen: Spannende, poetische und inspirierende Urlaubslektüre präsentierten Bücherfachfrauen im Lesegarten der Stadtbücherei Erding. Erstmals stellten auch zwei Leser ihre Lieblingsbücher vor.

„Die Frauen von Savannah“ von Beth Hoffman, ein Roman über ein Mädchen, das in der Obhut warmherziger und eigenwilliger Frauen ein neues Zuhause findet, hatte Leserin Isabella Mewes mitgebracht. „Ein Buch mit Suchtfaktor“, wie sie sagt: „Ich könnte ewig lesen.“

Wolfgang Bauer ist Italien-Fan und legte dem Publikum „Bella Germania“ von Daniel Speck ans Herz. Es erzählt eine deutsch-italienische Familiengeschichte über drei Generationen hinweg, „eingebettet in ein Stück Zeitgeschichte“. Der Roman nahm Bauer gefangen: „Man fängt an und kann dann nicht mehr aufhören.“

Susanne Albers-Dowling vom Team der Stadtbücherei hatte „Eierlikörtage: das geheime Tagebuch des Hendrik Groen 83 ¼ Jahre“ und „Tanztee – das neue geheime Tagebuch des Hendrik Groen, 85 Jahre“ ausgesucht. Die unter einem Pseudonym verfassten Werke in Tagebuchform seien humorvoll und mit feinem Gespür für „leise Töne“ geschrieben.

Zwei alte Frauen, in der Wildnis Alaskas von ihrem Indianerstamm zurückgelassen, besinnen sich auf ihre Fähigkeiten und kämpfen in der Natur ums Überleben. Davon erzählt „Zwei alte Frauen – Eine Legende von Verrat und Tapferkeit“ von Autorin Velma Wallis. „Ein kleines, aber schwerwiegendes Büchlein“, sagt Silke Hörold-Ries von der Stadtbücherei. Auch das zweite Buch, das sie an dem warmen Sommerabend präsentierte, ist in Alaska angesiedelt: „Bis an die Grenze“ von Dave Eggers – ein ungewöhnliches Roadmovie über eine Frau, die mit ihren beiden Kindern in einem klapprigen Wagen in die Einsamkeit flüchtet, um sich von den realen und irrealen Geistern ihrer Vergangenheit zu befreien.

Wolfgang Schorlaus Kriminalroman „Fremde Wasser“ hat Ingrid Müller-Heß, Leiterin der Stadtbücherei, ausgewählt, weil es „informiert und spannend ist“. Wie in allen acht Krimis mit Privatermittler Georg Dengler greife der Autor auch hier ein gesellschaftsrelevantes Thema auf: die Privatisierung der Wasserwirtschaft und ihre Folgen. Dieses gut recherchierte Buch habe sie „zum Nachdenken gebracht“, sagte Müller-Heß.

„Unsere Seelen bei Nacht“ von Kent Haruf ist für Anette Scharmatinat von der Buchhandlung Rupprecht eine „Zufallsentdeckung“ gewesen: „Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen.“ Es handle von tiefer Freundschaft und einer außergewöhnlichen Liebe. „Das Ende ist stimmig“, verriet die Buchhändlerin.

Weitere Empfehlungen: „Die Grammatik der Rennpferde“ von Angelika Jodl, „Bühlerhöhe“ von Brigitte Glaser, „Das Mädchen, das rückwärts ging“ von Kate Hamer und „Biete Krise, suche Glück“ von David Foenkinos. (Vroni Vogel)

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