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Dankte seinem Team: Vorsitzender der Bürgerinitiative Bahntunnel, Winfried Busch (r.) .

Bürgerinitiative Bahntunnel

Ende nach neun Jahren

Alles an einem Tag: Erst trug sich die Initiative Bahntunnel ins Goldene Buch der Stadt ein (wir berichteten), am Abend kündigte Vorsitzender Winfried Busch bei der Jahreshauptversammlung in der Gaststätte Blumenhof dann ihr Ende an: Die Bürgerinitiative Bahntunnel Erding, so Busch, habe ihre Aufgabe erfüllt, wenn das Planfeststellungsverfahren erledigt sei.

Erding Alles an einem Tag: Erst trug sich die Initiative Bahntunnel ins Goldene Buch der Stadt ein (wir berichteten), am Abend kündigte Vorsitzender Winfried Busch bei der Jahreshauptversammlung in der Gaststätte Blumenhof dann ihr Ende an: Die Bürgerinitiative Bahntunnel Erding, so Busch, habe ihre Aufgabe erfüllt, wenn das Planfeststellungsverfahren erledigt sei.

Das gefällt aber nicht allen Mitgliedern. „Warum könnte sich die Initiative nicht im Anschluss an das Bahntunnel-Projekt auch für einen Lärmschutz gegen den wachsenden Bahnverkehr in Altenerding einsetzen?“, fragte Stadtrat Hans Balbach (Erding Jetzt). Und Horst Belling regte den Einsatz für die Verlängerung des Tunnels an – „bis etwa auf Höhe der Herzogstandstraße“. Schließlich, so Belling, benötige auch Altenerding Maßnahmen, „und bei weiterhin nur eingleisiger Führung ist doch ein Zehn-Minuten-Takt der S-Bahn gar nicht möglich“.

Busch antwortete, dass für das gesamte Bahnprojekt nur eine bestimmte Menge Geld vorhanden sei, die Tunnel „können nicht beliebig lang werden“. Die Initiative werde sich ausschließlich um die Verwirklichung des Ringschlusses kümmern, „und wer mehr haben möchte, muss dafür auch bezahlen“.

Außerdem wollte Harald Mehringer wissen, wo denn in Langengeisling die S-Bahn vom neuen Bahnhof unter dem Fliegerhorstgelände wieder ans Tageslicht komme. OB Max Gotz, als Gast dabei, erklärte die derzeit geplante Situation mit der Bemerkung, dass „schon früh über die teilweise oberirdische Trassenführung der Bahn gesprochen wurde“. Zudem habe jeder Bürger die Möglichkeit, seine Bedenken im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens zu formulieren. Im Übrigen lobte der Stadtchef: „Dieses Ehrenamt verdient eine Würdigung, denn sie haben eine Herausforderung angenommen, um ein Generationen-Projekt professionell zu bearbeiten. Es war immer eine konstruktive Gestaltungs-Kampagne, niemals ein Widerstand. Jetzt muss die Bahn das Planfeststellungsverfahren beim Eisenbahn-Bundesamt einreichen, denn der S-Bahn-Ringschluss ist ein entscheidendes Thema für Erding.“ Er hoffe, dass auch das Land weiter zu seinen Versprechungen stehe und es wäre schön, wenn die Bahnlinie bis spätestens 2028 fertig sei: „Dann feiert Erding sein 2000-jähriges Bestehen.“

Busch gab einen kleinen Rückblick auf die vergangenen neun Jahre seit Bestehen der Initiative, die mittlerweile 165 Mitglieder umfasst. „2008 war noch eine rein oberirdische Trasse vorgesehen, jetzt aber haben wir eine weit bessere Lösung. Durch diese Untertunnelung wird in Erding ein wertvolles Entwicklungsgebiet entstehen, ein wichtiger Beitrag für die Stadt.“ Und er dankte seinem Team: „Was wir bisher geleistet haben, ist Mannschaftssport.“


fez

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