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Wegen Tunnel: OB Gotz muss in die Stichwahl

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Von: Gabi Zierz

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Paukenschlag bei der OB-Wahl in Erding: Max Gotz (CSU), seit zwölf Jahren im Amt, muss erstmals in die Stichwahl.
Spannung vor dem Bildschirm (v. l.): Eva Waxenberger, Theresia Angermaier, Alexander Renauer, Patrik Goldes und Wahlleiter Robert Buckenmaier verfolgen in der Mittelschule Altenerding die Wahlergebnisse. © Günter Herkner

Paukenschlag bei der OB-Wahl in Erding: Max Gotz (CSU), seit zwölf Jahren im Amt, muss erstmals in die Stichwahl.

Erding – Paukenschlag bei der OB-Wahl in Erding: Max Gotz (CSU), seit zwölf Jahren im Amt, muss erstmals in die Stichwahl. Der 56-Jährige erhielt am Sonntag nur 48,9 Prozent der abgegebenen Stimmen. Das sind 14 Prozent weniger als noch vor sechs Jahren.

In zwei Wochen muss er sich dem Wählervotum erneut stellen – gemeinsam mit Petra Bauernfeind (Freie Wähler Erding). Die 50-Jährige hat gestern mit 22,3 Prozent die zweitmeisten Stimmen der insgesamt vier OB-Kandidaten erhalten. Die beiden Neulinge – Thomas Schmidbauer (Erding Jetzt) und Alexander Gutwill (SPD) – erzielten Achtungserfolge. Schmidbauer bekam auf Anhieb 19,1 Prozent, Gutwill 9,7 Prozent.

Wichtig: Am 29. März ist Stichwahl in mehreren Kommunen und für den Landrat des Landkreises Erding. Ab 18 Uhr wird ausgezählt. Alle Ergebnisse, News und Reaktionen lesen Sie hier live im Stichwahl-Erding-Ticker.

„Trendwahl gegen die CSU im ganzen Landkreis“

Gotz war sichtlich enttäuscht, sprach von einer „Trendwahl gegen die CSU im ganzen Landkreis“. In Erding speziell sah er die Tunnel-Entscheidung als maßgeblich für sein Ergebnis an, die trotz großer Mehrheitsentscheidung im Stadtrat dem OB angelastet werde. Das habe sich schon beim Haustür-Wahlkampf abgezeichnet. Fast 49 Prozent seien aber „auch ein schönes Ergebnis, da muss man schon mal die Kirche im Dorf lassen“. Dennoch wurmt ihn, dass sein Einsatz nicht gewürdigt wurde. „Man erwartet keine Belohnung, aber a bisserl gibt einem das schon zu denken. Es ist in diesen Jahren so viel bewegt worden wie schon lang nicht mehr, über alle Ortsteile hinweg.“

Rathaus-Tunnel: Das Verhängnis von OB Gotz?

Bauernfeind war von der Stichwahl total überrascht. „Das hätte ich nicht gedacht“, sagte sie, vermutet aber auch, dass der Rathaus-Tunnel ein großes Thema beim Abstimmungsergebnis gewesen ist. Das sah Gutwill ebenso, „vor allem der Umgang des Oberbürgermeisters mit dem Thema“. Der 42-Jährige freute sich nicht nur über sein achtbares Ergebnis als Newcomer, sondern auch darüber, dass Bauernfeind die Stichwahl erreicht hat.

Aus dem Stand 19,1 Prozent, das stimmt Schmidbauer zuversichtlich – auch für die künftige Besetzung des Stadtrats. „Ich habe mit einer Stichwahl gerechnet“, sagte er. Eine Wahlempfehlung will er aber nicht aussprechen. Mit ihrem eigenen Ergebnis war Bauernfeind nicht ganz zufrieden, weil sie im Vergleich zu 2014 nicht groß zulegen konnte. Damals erzielte Bauernfeind 21,2 Prozent, jetzt waren es 22,3.

Die Wahlbeteiligung in Erding lag heuer mit gut 55 Prozent deutlich höher als noch 2014 (49,8 %).

Gabi Zierz

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