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Sein Herz brennt für Erding: Thomas Schmidbauer, OB-Kandidat von Erding Jetzt, bei der Aufstellungsversammlung im Oktober. 

Kommunalwahl 2020

Thomas Schmidbauer nun auch offiziell Bürgermeisterkandidat von Erding Jetzt

Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Nominatur von Thomas Schmidbauer zum OB-Kandidaten offiziell wird. Der Hotelier hat ein inhaltsreiches Programm.

Erding – Nun ist es offiziell: Thomas Schmidbauer ist Oberbürgermeisterkandidat von Erding Jetzt. Das geht aus einer Pressemitteilung der Wählergemeinschaft hervor. Dass der 55-Jährige kandidieren wird, wurde bereits in der Aufstellungsversammlung seiner Wählergemeinschaft Ende Oktober bekannt. Der zweifache Familienvater, der auch zum Spitzenkandidaten der Stadtratsliste gewählt wurde, hatte damals angekündigt, dass er „in vier bis fünf Wochen“ auch offiziell zum OB-Kandidaten gewählt werde. Nun hat es ein paar Tage länger gedauert. In der Nominierungsversammlung im Erdinger Weißbräu waren sich die anwesenden 24 Erding-Jetzt-Mitglieder einig, den Hotelier ins Rennen zu schicken. Gegenkandidaten gab es keine.

Der Hotelier stellte bei der Versammlung, an der auch knapp 40 Gäste teilnahmen, seine politischen Ziele vor, ein inhaltsreiches Programm, das so einiges an Erdings Themen aufgreift.

Bürgermeisterwahl 2020: Schmidbauer will vielseitigere Altstadt

So setzt sich Schmidbauer beispielsweise für einen attraktiven Branchenmix in der Altstadt ein. Denn hier sei ein schleichendes Ausdünnen des Angebots erkennbar. „Ziel darf nicht nur Gastronomie sein“, sagte der 55-Jährige. Als Beispiel führte er die vor kurzem genehmigte Ansiedlung eines Decathlon-Sportmarktes im Westpark auf: „Wir wollen, dass die Konkurrenz in der Innenstadt stattfindet, nicht auf der grünen Wiese. Ein Decathlon in der Innenstadt wäre uns lieber als draußen im Westpark“, bekräftigte Schmidbauer

Wichtig sei auch eine sinnvolle Nutzung des Mayr-Wirt-Areals. Das seit drei Jahren leer stehende Gebäude sei eine offene Wunde im Stadtzentrum, heißt es in der Pressemitteilung. Es müsse eine baldige Entscheidung zur Weiternutzung geben. „Vorrang darf dabei nicht die Bebauungsdichte haben“, meint Schmidbauer. Vielmehr müsse die Funktionalität im Fokus stehen. Mit einer gut überlegten Nutzung könne das Areal die Haager Straße wiederbeleben und die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt steigern. Der 55-Jährige könne sich vorstellen, neben der gastronomischen Nutzung auch Büros und Wohnungen auf dem knapp 3000 Quadratmeter großen Grundstück unterzubringen.

Kommunalwahl 2020: Neue Ansätze für Wohnungsmangel

Zum Wohnungsmangel stellte der OB-Kandidat fest: „Die Probleme sind zum Teil hausgemacht, da man mit der Entwicklung und Bebauung der Gewerbegebiete vorgeprescht ist, und der Wohnungsmarkt nicht mithalten konnte.“ Im Westpark seien 15 000 Quadratmeter neue Büroflächen geplant, „was rund 500 Arbeitsplätze bedeutet“, rechnete er vor. Auch das Lager- und Logistikzentrum im Erdinger Westen sei noch nicht vom Tisch. Wohnungen werde es auf diesem Areal aber nicht geben.

Schmidbauers Lösungsvorschlag: Wohnen und Arbeiten zusammen bringen, „um kurze Wege zu ermöglichen und Verkehr zu vermeiden“. Dadurch sei langfristig eine erhebliche CO2-Einsparung möglich.

Bis 2030: Klimaneutrales Erding

Ohnehin will Schmidbauer die Stadt bis 2030 möglichst klimaneutral machen. Dazu sei eine vorausschauende Stadtplanung mit kurzen Wegen gefragt. Je mehr Menschen auf das Auto verzichteten, desto besser sei es. „Gerade Schulkinder könnten die nahen Schulen zu Fuß oder per Rad erreichen. Viele morgendliche und mittägliche Autofahrten würden dann entfallen.“

Dazu wünschte sich Schmidbauer bei der Wahl den Einzug möglichst vieler neuer und junger Gesichter in den Stadtrat – aus allen Fraktionen, „damit Platz wird für neue Ideen, und auch die Jugend sich der Verantwortung für die Zukunft stellen und diese mitgestalten kann“.

Mayls Majurani

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