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Ziemlich eng war es im Schützenstüberl. Einige Besucher der Bürgerversammlung in Pretzen mussten wegen Platzmangels wieder nach Hause gehen.

Bürgerversammlung in Pretzen

Ersatz fürs Sempt-Brückerl

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Hochwasserschutz und Busverkehr brennen einigen Erdingern aus den südlichen Stadtteilen auf den Nägeln. In der Altenerdinger Bürgerversammlung kündigte OB Max Gotz an, dass auf Höhe Petersbergstraße die neue Brücke kommen könnte, ehe mit dem Hochwasserschutz begonnen wird.

Pretzen - Zum zweiten Mal fand die Bürgerversammlung für Altenerding, Pretzen, Bergham und Aufhausen im Schützenstüberl in Pretzen statt. Und der Andrang war riesig. Mit 110 Besuchern war der Raum völlig überfüllt. Mehrere Bürger machten auf dem Absatz kehrt, weil bereits lange vor dem Beginn am Donnerstagabend kein Platz mehr frei war. Die, die eine Sitzgelegenheit gefunden hatten, zeigten sich geduldig: Dass eine Bürgerversammlung vier Stunden dauert, dürfte eine Premiere gewesen sein. Es gab Redebedarf.

Anton Bichlmeier, 2013 einer der Hochwasser-Geschädigten, hatte zu diesem Komplex einige Fragen. So wollte er wissen, wann die Bachauskehr in der Sempt stattfinde. „Die Verlandung ist schon sehr stark.“ Zudem erkundigte er sich, inwieweit der Vorstoß von Naturschutzbeirat Helmut Trinkberger geprüft werde, den Hochwasserschutz auf viele kleine, dezentrale Retentionsflächen zu verteilen. Und Bichlmeier fragte nach einem Ersatzbau für das Brückerl an der Petersbergstraße. „Wenn der Hochwasserschutz noch Jahre dauert, könnte man doch schon früher eine Brücke bauen.“

Damit stieß er bei OB Max Gotz auf offene Ohren. „In der Tat können wir nicht noch viele Jahre warten. Ich halte eine einfache, barrierefreie Überquerung, die den Abfluss nicht behindert, auch für früher möglich.“ Zur Räumung der Sempt erklärte er, damit sei im Sempt-Schwillach-Tal bereits begonnen worden.

Erich Neueder gab den Tipp, die Haltestelle Petersbergstraße so lange umzubenennen, so lange die Brücke noch fehlt. Der Ausstieg befinde sich an der Landgerichtstraße. Wer zur Petersbergstraße will, müsse lange Umwege in Kauf nehmen.

Das Trinkberger-Konzept als Alternative zum Flutbecken bei Niederwörth werde vom Wasserwirtschaftsamt München geprüft,so Gotz. Mit Bichlmeier war sich der OB einig, dass Mauern entlang der Sempt in Altenerding und Langengeisling die schlechteste Lösung seien. „Wir haben vom Umweltministerium die klare Aussage, dass die Lösung mit der Flutmulde in Niederwörth bevorzugt wird“, versicherte Gotz.

Diesen Hinweis griff Ortssprecher Georg Bichlmaier, Landwirt mit Flächen in diesem Gebiet, auf. „Ich bin bereit, meinen Boden dafür herzugeben. Aber ich erwarte, dass der Damm so gebaut wird, dass wir mit unseren Geräten auf unsere Felder kommen, ohne jedes Mal große Umwege fahren zu müssen.“ Gotz zeigte sich erfreut, „dass es Menschen gibt, die bereit sind, für ein wichtiges Projekt Grund herzugeben“.

Dass das nicht selbstverständlich ist, zeigte die Frage von Stephan Wiesend: „Warum fehlen im Radweg von Pretzen nach Aufhausen 100 Meter?“ „Weil sich die Eigentümerin geweigert hat, uns etwa 250 Quadratmeter abzutreten. Darunter leiden jetzt alle“, erwiderte Gotz.

Um einen Radweg ging es auch in der Frage eines Pretzeners. Er monierte, dass ein Teilabschnitt an den Tennisplätzen stockdunkel sei. Gotz sicherte zu, eine Beleuchtung zu prüfen.

Wiesend regte an, ab man nicht den Bus 520 von Pretzen nach Altenerding so steuern könne, dass man die S-Bahnen erreicht. Auch dem will sich der OB annehmen. Applaus erhielt Ortssprecher Bichlmaier für seine Ankündigung, mit anderen Vorständen den Verein „Altenerding hilft“ zu gründen, um Menschen in Not zu helfen oder Organisationen zu unterstützen. Auch Gotz sicherte dafür seine Unterstützung zu.

Vor der Fragerunde hatten Gotz und Landrat Martin Bayerstorfer über die Lage in Stadt und Landkreis Rechenschaft abgelegt. Auch verdiente Feuerwehrler wurden geehrt (Bericht folgt).

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