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Insgesamt fast zwölf Millionen Euro für den Breitbandausbau fließen in den Landkreis Erding. Bundesminister Alexander Dobrindt (9. v. r) überreichte die Förderbescheide gestern im Landratsamt Erding.

Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau 

Dobrindts millionenschweres Geldpaket

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11,8 Millionen Euro Bundesförderung bekommen zwölf Landkreis-Kommunen, um unterversorgte Gebiete ans Turbo-Internet anzuschließen. Die millionenschweren Förderbescheide überreichte gestern Bundesminister Alexander Dobrindt (CSU).

Erding– Ein millionenschweres Geldpaket hat Alexander Dobrindt (CSU) gestern nach Erding gebracht. Freilich nicht in Scheinen, dafür als Urkunden: Im Sitzungssaal des Landratsamtes überreichte der Verkehrsminister Förderbescheide aus dem Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau. Zwölf Kommunen aus dem Landkreis Erding sowie Steinhöring als einzige aus dem Kreis Ebersberg profitieren davon. „Damit bringen wir mehr als 3800 Haushalte und 630 Unternehmen ans Turbo-Internet“, erklärte Dobrindt.

Er hatte das Bundesprogramm für den Breitbandausbau im Jahr 2015 gestartet. Alle Kommunen hätten bereits Förderbescheide für vorbereitende Planungsleistungen in Höhe von jeweils bis zu 50 000 Euro erhalten. Mit den jetzt bewilligten mehr als 12,8 Millionen Euro – davon gehen 11,8 Millionen in den Kreis Erding – könne der Netzausbau nun starten.

„Alle paar Jahre gibt es eine Innovation, die substanziell darüber entscheidet, ob wir eine Innovationsregion bleiben oder nicht“, sagte Dobrindt. Das sei auch beim Breitbandausbau der Fall. Superschnelles Internet sei zum Standortfaktor geworden – auch auf dem Land. Förderprogramme seien deswegen so zugeschnitten, dass vor allem ländliche Regionen und teure Ausbaumaßnahmen davon profitieren könnten. Ziel sei, den Ausbau in Städten wie auf dem Land gleichermaßen hinzubekommen.

Beim Turbo-Internet gehe es nicht nur um Streamingdienste, so Dobrindt, sondern auch um Dienste etwa im Gesundheitsbereich, die dadurch erst möglich würden. Dabei entwickle man die Förderprogramme ständig weiter – ganz aktuell etwa gibt’s Zuschüsse für Gigabit-Anschlüsse in Gewerbegebieten oder durch die Offensive „Digitales Klassenzimmer“ auch in Schulen.

Der Bundesminister sprach den anwesenden Bürgermeistern seinen Respekt aus, dass sie das Thema Breitband in ihre Gremien getragen hätten. „Denn ich weiß, das sind keine einfachen Diskussionen, da jede Kommune auch einen Eigenanteil leisten muss“, sagte Dobrindt. Er riet den Gemeinden, jetzt möglichst schnell mit dem Ausbau zu beginnen. Denn die Firmen, die an den entsprechenden Maßnahmen beteiligt sind, seien schon ziemlich ausgelastet.

Im Kreis Erding werden nun insgesamt 1500 Kilometer neue Glasfaserkabel verlegt. Der Löwenanteil davon kommt übrigens in der Stadt Dorfen zum Einsatz: Mit mehr als 400 Kilometern sollen über 1100 Haushalte und 120 Unternehmen angeschlossen werden. Dafür gibt’s auch den größten Batzen Geld, nämlich gut vier Millionen Euro.

„Förderbescheide in Millionenhöhe – so etwas kommt nicht oft vor“, sagte Martin Bayerstorfer (CSU). Der Landrat nannte die Fördersumme „eine wuchtige Zahl“. Sie könne sich durchaus sehen lassen und sei einen Eintrag ins Goldene Buch des Landkreises wert. Da ließ sich Dobrindt nicht zweimal bitten.

Die Fördersummen:

Bockhorn: 697 000 Euro

Forstern: 463 000 Euro

Fraunberg: 560 000 Euro

Hohenpolding: 479 000 Euro

Lengdorf: 1 007 000 Euro

Moosinning: 751 000 Euro

Sankt Wolfgang: 793 000 Euro

Steinhöring/EBE: 1 047 000 Euro

Steinkirchen: 651 000 Euro

Wörth: 548 000 Euro

Erding: 956 000 Euro

Isen: 864 000 Euro

Dorfen: 4 078 000 Euro

Gesamt: knapp 12 900 000 Euro

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