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Ulrike Scharf redet gerade den Männern in der CSU ins Gewissen.

Klare Ansage im Spiegel

Bundestag: Ulrike Scharf für paritätische Liste

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Deutliche Worte findet CSU-Landtagsabgeordnete Ulrike Scharf für ihre eigene Partei. Von Gleichberechtigung sei die weit entfernt. Was der Kritik Wucht verleiht: Sie erscheint im Nachrichtenmagazin Der Spiegel.

Erding/Berlin - Größer könnte die mediale Bühne nicht sein, die die Erdinger CSU-Landtagsabgeordnete Ulrike Scharf für deutliche Worte an CDU und CSU vier Monate vor der Bundestagswahl nutzt: Im Spiegel fordert die frühere Umweltministerin, die Bundestagsliste der Union paritätisch zu besetzen: also ebenso viele Frauen wie Männer. „Die Frage stellt sich mir gar nicht“, erklärt die Landesvorsitzende der Frauen Union in dem Nachrichtenmagazin. „Unsere Politiker müssen die Gesellschaft repräsentieren.“ Der Spiegel hat errechnet, würden alle CSU-Kandidaten ihr Direktmandat gewinnen, würde der Frauenanteil in der Landesgruppe auf 22 Prozent steigen – von derzeit 16 Prozent. „Nur eine Liste, die zu gleichen Teilen aus Frauen und Männern besteht, entspricht unserem Anspruch einer modernen, offenen und gleichberechtigten Volkspartei“, betont Scharf. Ministerpräsident Markus Söder hat sie dabei hinter sich.  ham

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