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Mit dem Rad unterwegs ist Ewald Schurer gerne.

Fragebogen zur Bundestagswahl: Ewald Schurer 

„Niederlagen kann ich nur schwer verdauen“

Acht Direktkandidaten kämpfen im Wahlkreis Erding-Ebersberg um einen Sitz im Bundestag. Die Heimatzeitung stellt die Bewerber mit einem Fragebogen vor – von privat bis politisch. Diesmal: Ewald Schurer, SPD.

-Was wollten Sie als Kind eigentlich werden – Bundestagsabgeordneter?

Ewald Schurer:Als Kind war die Politik natürlich noch weit von mir weg. Meine großen Wünsche hießen Lokführer, Pilot oder Chefingenieur der Weltwerke AG.

-Wie lautet Ihr Lebensmotto?

Schurer:Gesellschaftliches Engagement lohnt sich! Für andere Menschen Verantwortung zu übernehmen, sich selbst einzubringen und zu versuchen, positive Veränderungen im Großen wie auch im Kleinen zu erreichen, gibt einem auch selbst etwas zurück.

-Wer war in Ihrer Kindheit Ihr großer Held?

Schurer:Der große Held meiner Kindheit war Winnetou.

-Wie verbringen Sie Ihre Freizeit am liebsten?

Schurer: Am liebsten mit meiner Familie. Gemeinsam gehen wir zum Wandern in die Berge, im Sommer zum Schwimmen, im Winter zum Skifahren. Als Ausgleich zum Berliner Betrieb kümmere ich mich um Haus und Garten, lese aber auch gerne ein gutes Buch.

-Was lieben Sie am Landkreis Erding besonders?

Schurer:Die Große Kreisstadt Erding ist im Wahlkreis schon etwas Besonderes. In Kultur und Gesellschaft, in Wirtschaft und im kommunalen Leben ist immer etwas los. Die vielen Menschen in den zahlreichen Gemeinden, die ich kennen und schätzen gelernt habe, haben Erding zu meiner zweiten Heimat gemacht.

-Was stört Sie am Landkreis?

Schurer: Dass sich die CSU auf Kreisebene mit ihrer Mehrheit immer wieder rigoros gegen die anderen politischen Parteien durchsetzt.

-Ihr Lieblingsverein ist:

Schurer:Ich hoffe, dass der TSV 1860 nach schweren Krisen wieder aufsteigt ins Profigeschäft. Dem FC Bayern wünsche ich wieder einmal einen Sieg in der Champions League. Aber neben dem Fußball beachte ich auch besonders Handball, Basketball und die Leichtathletik.

-Bei welcher Musik entspannen Sie nach einem stressigen Tag? 

Schurer:Oft komme ich so spät nach Hause, dass ich dazu keine Zeit mehr habe. Bei den vielen Autofahrten zu Terminen gönne ich mir manchmal neben aktuellen Nachrichtensendungen sowohl Klassik als auch Rockmusik – einmal Mozart und später auch die Stones; das ist bei mir kein Widerspruch.

-Was ist Ihre größte Stärke?

Schurer:Dass ich kontinuierlich an Themen und Projekten arbeite, um etwas Konkretes zu erreichen.

-Was ist Ihre deutlichste Schwäche?

Schurer:Niederlagen muss man respektieren; ich kann sie aber ehrlich gesagt nur schwer verdauen.

Drei Ziele für den Landkreis:

1. In den nächsten vier Jahren werde ich mich als MdB ganz besonders für bezahlbaren Wohnraum stark machen. Wir brauchen soziale Modelle im Wohnungsbau, die auch praktisch umgesetzt werden. 

2. Mein zweiter ganz großer Schwerpunkt ist der Ausbau der S-Bahn vom Flughafen zur Großen Kreisstadt Erding und weiter die Anbindung zur Mühldorfer Strecke sowie über Markt Schwaben nach München-Ost. Diese Planungen müssen in den nächsten Jahren auch wirklich umgesetzt werden. 

3. Wir haben im Landkreis Erding viele Arbeitsplätze, aber gerade für Frauen brauchen wir familiengerechte Arbeitszeitmodelle, sowie eine bessere Bezahlung. Familiengerechte Arbeitszeiten sind auch für Väter wichtig.

Lebenslauf:

geboren: 15. April 1954 in Ebersberg, verheiratet, vier Kinder 

1969 – 1972 Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann
1972 – 1974 Disponent bei der BMW AG
1974 – 1978 Berufsaufbauschule und Berufsoberschule mit Abitur
1978 – 1980 Zivildienst
1980 – 1988 Studium der Betriebswirtschaftslehre, Abschluss Diplom-Betriebswirt (FH), Stipendiat der Hans-Böckler-Stiftung
1988 – 1998 Kunden- und Großkundenberater bei Dun & Bradstreet Deutschland GmbH
seit 2002 Selbstständiger Marketing- und Kommunikationsberater

1978 – 1990 Vorsitzender OV Ebersberg
1990 – 2004 und 2009 – 2011 Vorsitzender UB Ebersberg
2003 – 2017 Vorsitzender SPD Oberbayern
2003 – 2017 Mitglied des Landesvorstands der BayernSPD
2009 – 2017 Stellv. Landesvorsitzender BayernSPD
1998 – 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages
seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestags, haushaltspolitischer Sprecher der Landesgruppe Bayern, Ausschüsse: Haushalt, Unterausschuss zu Fragen der Europäischen Union, stellv. Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales
seit 1984 Kreisrat im Landkreis Ebersberg
seit 1975 Gewerkschaftsmitglied, AWO, Bund Naturschutz, Bunt statt Braun Ebersberg, Gegen Vergessen e.V., viele weitere

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