Signalstörung: Verzögerungen auf der Stammstrecke

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Ausgezählt wurde bis tief in die Nacht, so wie hier in Erding mit (v. l.): Klans Stanzel-Deffner, Rudolf Kirmeyer, Eva Metz-Klatte, Tobias Krüger, Nicole Romy und Peter Kling.

Bundestagswahl – Die Nachlese 

Lenz nur noch in jeder zweiten Gemeinde über 50 Prozent

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Das vorläufige amtliche Endergebnis der Bundestagswahl im Wahlkreis Erding-Ebersberg steht fest: Die AfD, die im Landkreis Erding bei den Zweitstimmen auf dem zweiten Platz hinter der CSU liegt, ist in der Gesamtrechnung auf Rang vier zurückgefallen.

Erding – Die CSU kommt auf 39,1 Prozent, die SPD auf 12,3, die FDP auf 11,9, die AfD auf 11,9, die Grünen auf 10,9 und die Linke auf 5,1 Prozent.

Klarer Gewinner in den beiden Landkreisen ist Andreas Lenz, der mit 48,2 Prozent sein vor vieren Jahren erstmals erzieltes Mandat verteidigen konnte, aber dennoch 7,2 Zähler verlor (2013: 55,4). Ewald Schurer (SPD), der ebenfalls wieder in den Bundestag einzieht, kommt auf 14,9, Brigitte Fischbacher (AfD) auf 10,3, Anna-Maria Lanzinger (Grüne) auf 10,2, Peter Pernsteiner (FDP) auf 7,3 und Lukas Schmid (Linke) auf 4,0 Prozent.

Ergebnisse hin oder her, die Wahl hat die Menschen mobilisiert. Im Kreis Erding stieg die Wahlbeteiligung von 72,3 auf 74,8 Prozent. 80 140 der 107 080 Wahlberechtigten machten von ihrem Stimmrecht gebraucht. 1010 Stimmen mussten als ungültig gewertet werden.

Die Zeiten, in denen für die CSU nur ein Ergebnis von mehr 50 Prozent plus X als Erfolg gewertet wurde, sind auch im Erdinger Land vorbei. Lenz kam nur noch in 13 von 26 Gemeinden über diese magische Grenze: Oberding (52,1 %), Finsing (51,3), Pastetten (51,6), Forstern (52,3), Sankt Wolfgang (55,9), Taufkirchen (50,7), Hohenpolding (57,6), Steinkirchen (54,0), Inning (52,1), Fraunberg (56,2), Bockhorn (53,9), Walpertskirchen (53,9) und Kirchberg (52,0).

Lenz’ persönliches Ergebnis war aber stets besser als das der Partei, die im Landkreis auf 39,8 Prozent kam. Auch Schurer schnitt durchwegs besser ab als seine Partei. Beide konnten ihre Bekanntheit und Erfahrung also ausspielen. Bei Grünen, FDP und AfD war es stärker eine Parteiwahl, bei der die Direktkandidaten in den Hintergrund traten.

In 15 Gemeinden war AfD-Direktkandidatin Fischbacher sogar besser als SPD-Mann Schurer. Auf Platz zwei bei den Erststimmen landete sie in Langenpreising, Berglern, Eitting, Oberding, Moosinning, Hohenpolding, Steinkirchen, Fraunberg, Bockhorn, Lengdorf, Pastetten, Sankt Wolfgang und Taufkirchen.

Dass etliche Wähler taktisch abgestimmt haben, zeigt das FDP-Ergebnis. Pernsteiner holte 6,4 Prozent, seine Partei 10,7 Prozent. Das heißt, etliche wählten mit der Zweitstimme die FDP, um einer schwarz-gelben Koalition den Weg zu ebnen.

Einige etablierte Parteien schnitten im Kreis Erding so schlecht ab, dass sie nur unter „Sonstige“ liefen. Die Linken kamen auf 4,9, die Freien Wähler auf 3,5, die Bayernpartei auf 1,6 und die ÖDP auf 1,5 Prozent. 

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