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Ein camouflagefarbenes Band durchschnitten als symbolische Eröffnung im Wiweb (v. l.) Dr. Wolfgang Kreuzer, Verteidigungsstaatssekretärin Katrin Suder und Wiweb-Chef Dr. Georg Maier.

Wiweb im Fliegerhorst 

Bundeswehr setzt auf 3D

Das Wehrwissenschaftliche Institut für Werk und Betriebsstoffe (Wiweb) ist eine der wichtigsten Forschungseinrichtungen der Bundeswehr. Angesiedelt ist es am Fliegerhorst Erding. Dort wurde nun das 3D-Druckzentrum der Bundeswehr eröffnet.

Erding – Den symbolischen Akt nahm Verteidigungsstaatssekretärin Katrin Suder vor. Das Band in Flecktarn durchschnitt sie mit Institutsleiter Dr. Georg Maier und Dr. Wolfgang Kreuzer, Leiter des Geschäftsbereichs Werkstoffe, Bauweise und Strukturen. Die Scheren waren zuvor aus dem 3D-Drucker gekommen.

Der neu geschaffene Laborbereich ermöglicht die additive Fertigung von Kunststoff- und Metallbauteilen mit modernsten Druckern. Außerdem können durch 3D-Scanverfahren digitale Daten erzeugt und bearbeitet werden.

„Der neu geschaffene Laborbereich ermöglicht die additive Fertigung von Kunststoff- und Metallbauteilen mit modernsten Druckern. Außerdem können durch 3D-Scanverfahren digitale Daten erzeugt und bearbeitet werden“, sagte Kreuzer.

Der 3D-Druck ist ein spannendes und hochinnovatives Thema für die Bundeswehr, das immer wieder für Überraschungen sorgt, berichtet Institutsleiter Maier. Stetig neue und verbesserte Druckverfahren würden die Grenzen des Möglichen Jahr für Jahr verschieben. „Eine zunehmende Anzahl von Forschungsvorhaben mit der wehrtechnischen Industrie, Dienststellen und anderen Forschungsinstituten zeigt das Potenzial der Technologie: Von Materialuntersuchungen, Fahrwerksteilen über Triebwerksspanten bis hin zu gedruckten Einlegesohlen reicht aktuell die Bandbreite der Projekte am Wiweb.“

Das 3D-Druckzentrum soll nach den Worten Kreuzers eine Einrichtung sein, „die es ermöglicht, Ideen für die Anwendung der additiven Fertigung in der Bundeswehr zu erproben“. Hierzu werden die Mitarbeit und die enge Kooperation mit anderen zivilen und militärischen Einrichtungen angestrebt. So sollen die Türen des Zentrums offen sein, um es allen Dienststellen der Bundeswehr zu ermöglichen, Ideen zusammen mit den Experten des Wiweb umzusetzen. Das Institut ist bekanntlich nicht Bestandteil der Auflösung des Fliegerhorsts. Bis dato ist der Bestand des Instituts über 2021, dem Jahr, in dem die Luftwaffe Erding endgültig verlassen haben wird, gesichert.


red

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