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Aus fürs Kindergeschäft: Die Textilkette C&A ändert ihr Konzept und schließt die so genannten Kids Stores. Davon betroffen ist auch die Filiale an der Langen Zeile in Erding. Sie macht nach fast 15 Jahren am 18. Februar zu.

Kindermodengeschäft an der Langen Zeile 

C&A schließt in der Innenstadt

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Die Tage von C&A an der Langen Zeile sind gezählt. Nach 15 Jahren schließt die Textilkette ihre Kindermoden-Filiale in der Erdinger Altstadt. Am 18. Februar ist endgültig Schluss.

Erding– Einst war die Modekette C&A in Erding an drei Standorten vertreten: im Gewerbegebiet Aufhausen, an der Langen Zeile und im Gewerbegebiet Erding-West. Ab 18. Februar wird es nur noch eine Filiale geben: die am Stadtrand in Erding-West.

Der Standort in Aufhausen ist im Sommer 2015 geschlossen worden. Der Kids Store an der Langen Zeile macht jetzt im Februar dicht. Darüber informieren Zettel die Kunden in den Schaufenstern. Darauf steht unter anderem: „14 Jahre lang haben wir gemeinsam diesen Store mit Leben gefüllt. (...) Wir danken Ihnen herzlich für die tolle Zeit.“ Als Tag der Schließung ist noch der 25. Februar angegeben. Mittlerweile wurde sie auf den 18. Februar vorgezogen. Dies erfuhr die Heimatzeitung aus C&A-Kreisen.

Die Pressestelle des Konzerns mit Sitz in Düsseldorf wollte auf Anfrage nur die Schließung bestätigen, sich aber zu den Gründen dafür nicht äußern. Diese kennt Max Gotz. Der Erdinger Oberbürgermeister ist Eigentümer des Hauses und Vermieter von C&A. „Das hat nichts damit zu tun, dass der Standort schlecht wäre. Es hat den einfachen Grund, dass sich die Konzeption bei C&A ändert. Die Kids Stores laufen aus und werden in die großen Häuser eingegliedert“, erklärte Gotz gestern im Gespräch mit der Heimatzeitung.

Es sei oft so, dass Filialisten Veränderungen vornehmen. Dies habe man zu respektieren. Dennoch bedauert er den Rückzug nach fast 15 Jahren: „Es war ein bereicherndes Geschäft für die Innenstadt, das viele Familien anzog. Es ist schade, aber man kann es nicht ändern.“

Von der Schließung persönlich betroffen sind drei der vier C&A-Festangestellten in Teilzeit. Sie hatten vom Aus der Innenstadt-Filiale bereits im vergangenen August erfahren. Die Kündigung kam dann drei Tage vor Weihnachten.

Wer nach C&A an der Langen Zeile einzieht, steht schon fest. „Ich bin bemüht um etwas, das die Innenstadt belebt. Es gibt eine ganze Auswahl an Interessenten, und ich habe mich auch schon entschieden“, sagte Gotz. „Aber ich gebe es erst bekannt, wenn alles in trockenen Tüchern ist.“ Gastronomie könne man aber definitiv ausschließen. Davon gebe es in der Altstadt genug. Gotz: „Wir brauchen einen Branchenmix. Buntheit ist wichtig, sonst besteht die Gefahr, dass die Innenstadt verödet.“

Gabi Zierz

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