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Wie geht man mit Demenzkranken um? Darüber sprach Katharina Gaigl (stehend). Im Anschluss informierten (vorne, v. l.) Kreisgeschäftsführerin Barbara Gaab und Kuratoriumsvorsitzender Josef Erhard die Mitglieder über das Geschäftsjahr 2018.

Starkes Angebot trotz roter Zahlen

Mitgliederversammlung der Caritas: Das Jahr 2018 und ein Vortrag über Demenz

Die Caritas in Erding hat 2018 zwar keinen Gewinn gemacht, allerdings waren die Veranstaltungen und Angebote zufriedenstellend. 

Erding – 200 Ehrenamtliche engagieren sich bei der Caritas in Erding, dazu kommen 180 Mitarbeiter. Und trotzdem fehlt es an Personal. Denn 2018 sank die Anzahl der Menschen, die Caritas-Angebote nutzten, um drei Prozent auf 5830. Der Rückgang ist vor allem auf die gestiegenen Beratungszeiten zurückzuführen, „weil komplexe Probleme zugenommen haben. Dadurch konnten weniger Menschen beraten werden als 2017“, erklärte Kreisgeschäftsführerin Barbara Gaab in der Mitgliederversammlung am Mittwoch im Johanneshaus.

4,3 Millionen Euro gab die Caritas im vergangenen Jahr im Landkreis für ihr Personal aus. Die größten Einnahmequellen waren Beiträge von Kranken- und Pflegekassen und Eltern: knapp 2,5 Millionen Euro. Etwa in gleicher Höhe bewegen sich auch die öffentlichen und kirchlichen Zuschüsse. Die Ausgaben liegen bei 5,8 Millionen Euro. So beträgt das Minus eine halbe Million Euro.

„Unsere Helfer sterben uns leider weg“

Auffällig ist, dass die Einnahmen aus der Kollekte sinken. Während 2017 noch 110 000 Euro auf diese Weise zusammenkamen, waren es 2018 nur noch 84 000 Euro. „Unsere Helfer sterben uns leider weg“, stellte Kuratoriumsvorsitzender Josef Erhard fest: „Die Menschen, die von Haustür zu Haustür gehen und Geld sammeln, werden weniger.“

Aber so negativ, wie sich die Zahlen lesen, war das Jahr nicht. Gaab konnte von einigen Erfolgen erzählen, beispielsweise von der Benefizaktion „Eine Million Sterne“, die 2018 zum achten Mal veranstaltet wurde und Rekordspenden erzielte. Die Kinderburg neben der Kletthamer Grundschule feierte 25-jähriges Bestehen. Dort sind, neben dem Schulkindergarten, drei Hort- und zwei Mittagsbetreuungsgruppen untergebracht.

Kooperation mit Caritas München

Außerdem konnte in Kooperation mit der Münchner Caritas in Erding eine 14-tägige psychologische Beratungsstelle für Geflüchtete eingerichtet werden. „Ein vergleichbares Angebot gibt es im Landkreis nicht. Die Geflüchteten müssen dafür nach München fahren“, betonte Gaab.

26 Familien oder Alleinstehende konnte die Caritas vor der Obdachlosigkeit retten. „Brigitte Fischer von der Sozialen Beratung macht einen super Job. Sie redet mit Vermietern und hat auch geschafft, die eine oder andere Kündigung rückgängig zu machen“, freute sich Gaab. Heuer habe Fischer sogar in über 30 Fällen erfolgreich vermittelt.

Vortrag über Demenz

Im Rahmen der Mitgliederversammlung hielt Katharina Gaigl vom Taufkirchener Mehrgenerationenhaus der Caritas einen Vortrag über den Umgang mit Demenzkranken. Das Fazit: Keine Berührungsängste haben, viel Geduld zeigen und sich ausgiebig informieren, auch wenn niemand aus dem eigenen Umfeld betroffen ist. Denn es kann jeden treffen.

Mayls Majurani

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