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Das Caritas-Team (v. l.): Alfons Kühnstetter (Sozialpsychiatrische Dienste), Kreisgeschäftsführerin Barbara Gaab, Thilo Wimmer (Kontaktstelle für Menschen mit Behinderung), Manuela Ziegler (Sozialstation), Kathrin Hartmann (Rentabel), Claudia Zettel (Kinderburg) und Alexandra Myhsok (Mehrgenerationenhaus Taufkirchen). 

Caritas 

Mehr Fachleute, mehr Aufgaben

Beachtliche Aufstockung bei der Caritas Erding: 256 Fachleute haben im vergangenen Jahr verschiedenste Aufgaben übernommen. Das sind laut Kreisgeschäftsführerin Barbara Gaab fast ein Drittel mehr Mitarbeiter als im Vorjahr.

ErdingBeim Pressegespräch zur Caritas- Jahresbilanz am Dienstag wurde deutlich, dass sich der größte Anstieg bei den Sozialpsychiatrischen Diensten mit der Einführung des Krisendienstes und in der Kontaktstelle für Menschen mit Behinderung zeigt. Einen immer wichtigeren Platz würden die 283 ehrenamtlichen Mitarbeiter einnehmen, betonte Caritas-Geschäftsführerin Barbara Gaab. Insgesamt hätten 6150 Bürger im Landkreis die Angebote genutzt. Die Nutzerzahlen in der Kontaktstelle hätten sich nahezu verdoppelt. Hier seien die Schulbegleitungen stark angestiegen.

Die Gesamtkosten des Caritas Zentrums lagen laut Gaab 2016 bei 5,9 Millionen Euro. Die Finanzierung sei durch Zuschüsse, Leistungsentgelte, Spenden und Eigenmittel von gut 420 000 Euro (7 Prozent der Gesamtkosten) erfolgt.

Alfons Kühnstetter informierte über den Krisendienst Psychiatrie Oberbayern als neue, effektive Soforthilfe, der im Dezember in Landkreis an den Start gegangen sei. Dafür seien 20 Fachkräfte mit unterschiedlichen Arbeitszeiten eingestellt worden. Unter der Nummer (01 80) 6 55 30 00 werde man über die Leitstelle telefonisch beraten und zur ambulanten Krisenhilfe weitervermittelt. In dringenden Fällen erfolge die persönliche Betreuung durch ein Einsatzteam. „Auch Angehörige können anrufen. Sie kriegen neben den Betroffenen die meiste Last der Erkrankung ab“, sagte Kühnstetter.

Alexandra Myhsok informierte über die vielfältigen Projekte des Mehrgenerationenhauses in Taufkirchen, das 2016 sein zehnjähriges Bestehen gefeiert hat. Neu sei ein Patenschaftsprojekt, bei dem einerseits Erwachsene Patenschaften für Jugendliche übernehmen, andererseits engagieren sich junge Leute für Senioren in Pflegeheimen. Alle Paten würden geschult und begleitet. Außerdem gebe es seit September 2016 die internationale Mutter-Kind-Gruppe – ein fachlich begleiteter Austausch von Familien mit verschiedenen Nationalitäten. Die „Taufkirchner Begegnungen“ mit Aktionen wie gemeinsames Kochen, Singen und Spielnachmittage seien im vergangenen Juli ins Leben gerufen worden. Geplant sei zudem, im Juni ein Job-Café einzurichten, um Menschen in Arbeit zu bringen, berichtete Myhsok.

Die Förderung der Arbeitsfähigkeit, der Zuverdienst für Menschen, die nicht mehr erwerbsfähig seien und die aktive Integration von Flüchtlingen seien zentrale Aufgaben, die der Caritas-Gebrauchtwarenmarkt Rentabel verfolge, sagte Kathrin Hartmann. Beim Thema Inklusion im Landkreis sei noch viel zu tun, meinte Thilo Wimmer von der Kontaktstelle für Menschen mit Behinderung. Er berichtete über das kreative Miteinander des inklusiven Gospelchors „Oh Happy Day“, der im Dezember in der Stadthalle das Publikum begeisterte. Habe man damals eine eigene induktive Höranlage mitgebracht, um Schwerhörigen die akustische Teilhabe zu ermöglichen, so plane die Stadthalle jetzt, eine solche Anlage fest zu installieren – für Wimmer ein erfreulicher Schritt in die richtige Richtung.

von Vroni Vogel

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