Carl-Orff-Grundschule Altenerding 

Gegen Raserei: Kinder disziplinieren ihre Eltern

Donnernden Jubel gab es von den Schülern der Carl-Orff-Grundschule an der Langen Feldstraße in Altenerding für die Autofahrer, die sich an das vorgegebene Tempolimit hielten. Belohnt wurden sie mit einer grünen Karte und einem Daumen nach oben. Autofahrer, die sich oberhalb der angegebenen Geschwindigkeitsbegrenzung befanden, erhielten allerdings laute Buhrufe und eine rote Karte.

Altenerding – In Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Gesellschaft für Kriminalprävention und Verkehrssicherheit (gGKVS) und Daniel Kabjoll vom Ordnungsamt Erding sowie Stephanie Faust von der Polizei Erding werden diese Woche täglich eine der fünf dritten Klassen über Geschwindigkeit und Bremsweg unterrichtet.

Seit längerem waren besorgte Eltern auf der Suche nach einer Lösung gegen das zu schnelle Fahren auf der Wohnstraße sowie dem damit verbundenen morgendlichen Verkehrschaos in der Nähe der Grund- und Mittelschule sowie des Kindergartens. Im Frühjahr war vom Elternbeirat eine Umfrage von und für Eltern gestartet worden, um gemeinsam dieses Problem anzupacken.

Das Projekt „Auf die Bremse, fertig, los!“ soll Kinder für Bremswege und Geschwindigkeiten der Autos sensibilisieren und sie auf die Gefahren, die im Alltag auf dem Schulweg lauern, aufmerksam machen.

Begonnen wird jeweils in der Turnhalle, in der die Kinder auf einem Rollbrett einen Parcours durchfahren und dabei einen ausgearbeiteten Fragebogen beantworten. Hierbei geht es darum, selbst zu erspüren, wann man mit dem Rollbrett zum Stehen kommt.

Anschließend geht es auf die Straße. Hier ermitteln Kinder dank eines bereitgestellten Messfahrzeugs, wie unterschiedlich schnell sich Fahrzeuge bewegen. Und sie sind dabei, wenn diese gemessen werden.

Rektorin Christine Triska-Kowol freut sich, dass dieses Projekt an ihrer Schule stattfindet. „Wir möchten, dass die Kinder ein Gefühl für Geschwindigkeiten bekommen, und erhoffen uns dadurch, dass die Kinder ihre Eltern ein Stück weit miterziehen, indem sie sie auf deren Schnelligkeit aufmerksam machen. Gerade an Schulen und Kindergärten ist eine angepasste Geschwindigkeit so wichtig“, versichert die Schulleiterin. Sofia Scarrazai

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