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Herausragend war Pianistin Olga Mendelova (r.), die durch ihr Spiel einen konzertanten Rahmen für die Chorgemeinschaft Altenerding bot. F

Über 2000 Euro Spenden für Licht in die Herzen

Weihnachtskonzert der Chorgemeinschaft Altenerding: „Musik soll zum Innehalten bewegen“

Die Chorgemeinschaft Altenerding veranstaltete ein Weihnachtskonzert, zugunsten des Leserhilfswerks Licht in die Herzen. Dabei kamen 2185 Euro zusammen.

Altenerding„Ave Maria“ sang Ira Maria Scholz mit lupenreinem Sopran. Ihre herrliche Stimme klang von der Empore bis weit ins Kirchenschiff der Pfarrkirche Altenerding. Dicht an dicht drängten sich die Zuhörer in den Bänken, es mussten zusätzliche Stühle aufgestellt werden. Und doch reichte der Platz nicht.

Das Weihnachtskonzert der Chorgemeinschaft Altenerding sucht Seinesgleichen. Sowohl das außergewöhnliche Programm, die musikalische Hochleistung, aber auch die meditativen Gedanken von Kirchenmusiker und Chorleiter Franz Maier stimmten auf das kommende Fest der Liebe ein.

Maria habe zugehört, als der Engel ihr die Botschaft überbrachte, sagte Maier zu Beginn des Konzerts. „Hallo, Grüß Gott – Maria spielte nicht mit dem Smartphone, sondern empfing den Herrn.“ Gerade in unserer hektischen Zeit, im Stress vor Weihnachten, solle die Musik die Menschen zum Innehalten bewegen, wünschte sich Maier. „Angels Visit When We Sing“ – zu Deutsch: „Engel besuchen uns, während wir singen“ – sang der Chor, und es schien, als breite sich Ruhe und himmlischer Friede im Kirchenschiff aus. „Kommt zu mir, die ihr mühselig und beladen seid“, sprach Maier später weiter. Gerade seine Anmoderation der einzelnen Stücke berührte die Herzen, potenzierte die Stimmung weit über ein gewöhnliches Konzert hinaus. Ohne Plattitüden brachte der Kirchenmusiker nämlich auf den Punkt, was Weihnachten ausmacht: „Das Geheimnis der Menschwerdung, der Wunsch nach Frieden, den das Kind im Stall bringt.“ Freilich sei Friede eine Utopie. Ein großes Geheimnis, das möglicherweise nur in der Nacht begriffen werden könne. „O magnum mysterium“, eigentlich ein reines Gesangsstück der Mönche, hier arrangiert als Solo für Ira Maria Scholz, die von Streichquartett und Klavier begleitet wurde. Auch ein schreiendes Baby brachte die souveräne Scholz nicht aus dem Konzept, wenn auch die leisen Klänge lautstark übertönt wurden. „Weihnachten ist nicht Retro, sondern Neo“, erklärte Chorleiter Maier mit sonorer Stimme. Und schon schallte „Panis angelicus“, lateinisch für „Engelsbrot“, durch die Altenerdinger Kirche. Der Sologesang wurde dabei vom Chor, der als Echo fungierte, verstärkt.

Herausragend war Pianistin Olga Mendelova, die durch ihr Spiel einen konzertanten Rahmen bot. Auch fielen die satten Männerstimmen auf, die mit präzisen Einsätzen und viel Dynamik punkteten. Die Chorgemeinschaft nahm die Zuhörer mit „The Little Road to Bethlehem“ ein Stück auf der Straße nach Betlehem mit – auf der Suche nach Gott. Bei „Oh Love“ sang sogar das Cello mit – ein besonderes Programm, das mit „A Christmas Lullaby“ modern und zugleich traditionell endete.

Das Konzert, das zu Gunsten des Leserhilfswerks Licht in die Herzen veranstaltet wurde, brachte 2185 Euro an Spenden ein. 

Michaele Heske

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