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Zum Teil lange Autoschlangen bildeten sich vor dem Christkindlmarkt Drive-in auf dem Volksfestplatz. Die Veranstalter sind zufrieden.

Christkindlmarkt Drive-in erweist sich trotz teils langer Wartezeiten als Erfolg – Veranstalter ärgern sich über Gegner

Standlbesucher bis aus Österreich

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Ein positives Fazit ziehen die Veranstalter des Christkindlmarkts zu go auf dem Erdinger Volksfestplatz. Wasser in den Wein gießen nur einige Kritiker.

Erding – Wegen explosionsartig steigender Corona-Zahlen stand der erste Christkindlmarkt to go vor drei Wochen vor dem Aus, ehe er begonnen hatte. Nachdem die Veranstalter Chris Heigl aus Erding und Tobias Martl aus München aber ihr Sicherheitskonzept um ein Verbot für Fußgänger und Radler erweitert hatten, sah das Landratsamt keine Veranlassung, den Drive-in auf dem Volksfestplatz zu verbieten. Am Sonntag schloss er regulär.

„Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden“, versichert Heigl im Gespräch mit unserer Zeitung. „Der Bedarf war da, und das nicht nur im Landkreis.“ Bis aus Augsburg und Österreich seien die Kunden gekommen. „Viele wollten einfach mal eine erfreuliche Abwechslung“, glaubt der Gastronom Heigl.

Einige mussten sich freilich in Geduld üben – trotz langer Anfahrt. Denn vor allem in den Abendstunden bildeten sich am Einlass lange Schlangen. „Es gab Wartezeiten von bis zu drei Stunden“, berichtet Heigl, „aber die meisten waren dennoch guter Laune.“ Er gibt auch zu, dass man abweisen musste, weil um 20 Uhr definitiv Schluss zu sein hatte. „Wir konnten das vorausberechnen und haben den Kunden gesagt, dass sie möglicherweise nicht mehr reinkommen.“ Dafür habe es meist Verständnis gegeben. Auch die Lebende Krippe mit einem Kamel des benachbarten Circus Carl Brumbach kam vor allem bei den jüngeren Besuchern sehr gut an.

Was Martl und Heigl bekümmert, sind die Gegner des Drive-in. „Es gab leider einige, die gemeint haben, hier sei man vor Corona nicht sicher. Aber das stimmte definitiv nicht.“ Man habe alle Hygieneauflagen wie an jedem Drive-in-Schalter eingehalten.

Wirtschaftlich hat es sich für die Fieranten laut Heigl gelohnt. „Einen Teil der Umsatzeinbußen aus diesem Jahr konnten wir reinholen. Das hat uns stark entlastet.“ Die Tannen als Dekoration wurden am Sonntag gegen eine Spende an den Zirkus verschenkt.  ham

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