Christkindlmarkt 

Schwenkgrill: Gericht gibt Schmid recht

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Erding/Landshut – Schwenkgrill-Betreiber Sascha Schmid hat vor Gericht Recht bekommen. Wie’s weitergeht, weiß er trotzdem nicht.

Das Landgericht Landshut hat am Dienstag die Einstweilige Verfügung von Schwenkgrill-Betreiber Sascha Schmid bestätigt, die er gegen seine Nicht-Zulassung beim Erdinger Christkindlmarkt beantragt hatte. Jetzt ist der Verschönerungsverein am Zug.

Richter Tilmann Roß bekräftigte in seinem Urteil den Gerichtsbeschluss vom 22. November, dass Schmid mit seinem Würstlgrill zuzulassen ist. Der Verschönerungsverein hat die Kosten des Rechsstreits zu tragen.

Gegen die Entscheidung kann der Verein allerdings Berufung einlegen. Ob er das tut, stand gestern noch nicht fest. Von ihm war niemand zur Urteilsverkündung nach Landshut gekommen. Nur ein Vertreter des städtischen Ordnungsamtes war neben Schmid anwesend. Diesem machte Roß klar, dass es sich um einen Grenzfall handle, wobei die Argumente der Gegenseite – vor allem, was die Zuverlässigkeit anbelange – nicht ausreichend gewesen seien.

Schmid weiß trotz des Urteils nicht, wie’s weitergeht. „Es kommt darauf an, wie sich der Verschönerungsverein verhält.“ Für Schmid ist es eine „glasklare Sache“: Wenn der Verein seine Hütte auf dem Kleinen Platz abbauen würde, könnte er dort mit seinem Schwenkgrill stehen. Dies hatte der Richter schon vergangenen Donnerstag als Kompromiss vorgeschlagen. Fritz Steinberger, Vorsitzender des Verschönerungsvereins, hatte aber abgelehnt.

„Es wäre das Vernünftigste für alle Parteien, wenn wir da so schnell wie möglich aufbauen“, sagte Schmid gestern. Dann könne wieder Ruhe einkehren. Lediglich die Schadensersatzfrage bleibe offen. Schmid sieht sich bestätigt: „Ich kann mir das nicht gefallen lassen nach 23 Jahren. Ich habe den Christkindlmarkt mit aufgebaut.“

Steinberger hatte bis gestern Nachmittag nichts von seinem Anwalt gehört. „Ich warte auf eine Antwort, wie wir weiterverfahren“, sagte er. Und: „Ich weiß nicht, wo ich den Stand hintun soll.“ Auch von der Stadt gab’s keine Stellungnahme. „Es hängt davon ab, ob der Verschönerungsverein in Berufung geht“, erklärte Sprecher Christian Wanninger.

Gabi Zierz

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