Die aktuelle Verteilung der Corona-Fälle.
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Die aktuelle Verteilung der Corona-Fälle.

Sieben Neuinfektionen, insgesamt 533 Fälle

Corona: 264 Menschen sind wieder gesund

Seit Donnerstag ist die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle im Landkreis Erding um sieben Fälle von 526 auf 533 Fälle angewachsen. Die Zahl der Genesenen ist um 14 gestiegen.

Erding - Seit Donnerstag ist die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle im Landkreis Erding um sieben Fälle von 526 auf 533 Fälle angewachsen. Das teilt das Landratsamt mit. Die Verdopplungsrate liegt im Landkreis Erding damit aktuell bei etwa 19 Tagen (Stand 28. März: 267). Auch die Zahl der Genesenen ist von 248 um 14 angestiegen und beträgt inzwischen 264 Personen. Die positive Entwicklung im Landkreis setzt sich damit weiter fort. Im Klinikum Landkreis Erding liegen derzeit 19 Covid-19-Patienten; 12 werden auf der Isolierstation behandelt, sieben auf der Intensiv-Isolierstation, vier davon werden beatmet.

Bei den neu hinzu gekommenen Fällen handelt es sich um Personen aus den folgenden Gemeinden:
- Bockhorn 1 - Erding 3 - Finsing 1 - Steinkirchen 1 - Wörth 1

Inzwischen wurden knapp 4000 Corona-Tests an den drei Screeningstellen im Landkreis Erding durchgeführt. 62 Personen wurden gestern getestet.

Hilfskrankenhaus: Kinder sollen Bilder malen

Das Hilfskrankenhaus am Fliegerhorst steht in den Startlöchern; seine Kapazitäten werden aber derzeit zur Freude aller Beteiligten noch nicht benötigt. Um für den Fall der Fälle nicht nur medizinisch gewappnet zu sein, sondern etwaigen PatientInnen sowie MitarbeiterInnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern zu können, sind nun alle Kinder im Landkreis aufgerufen, beim Verschönern der Einrichtung mitzuhelfen. Gefragt sind bunte Bilder und Zeichnungen, die die Wände verschönern und die Atmosphäre ein wenig angenehmer machen. Beiträge sollen bitte bis zum 30. April an das Landratsamt, Ehrenamtskoordination, Alois-Schießl-Platz 8 in 85435 Erding geschickt werden.

Dank an Freiwillige Behelfs-Masken-Näher

In den vergangenen Wochen haben viele Freiwillige dabei geholfen, Behelfs-Mund-Nasen-Masken zu nähen. Landrat Martin Bayerstorfer bedankt sich ausdrücklich bei den fleißigen NäherInnen sowie den vielen anderen Freiwilligen: „Es ist großartig, mit welchem Engagement jeder Einzelne seinen Beitrag zur Bewältigung dieser Krise hier im Landkreis leistet.“ Insgesamt 12.000 Stück werden erstellt, knapp die Hälfte davon ist bereits fertig. Verteilt werden diese unter anderem an BewohnerInnen von Altenheimen, Busfahrer, öffentliche Einrichtungen mit Kundenkontakt etc.

Zehntausend Masken vorrätig

Aufgrund der frühzeitigen Bestellungen durch die AG Beschaffung der Führungsgruppe Katastrophenschutz FüGK sind derzeit alle notwendigen Materialien ausreichend vorhanden. So sind derzeit beispielsweise mehrere zehntausend Masken verschiedener Schutzklassen vorrätig, so dass medizinische Einrichtungen bei Bedarf beliefert werden können. Auch die Brennerei in Oberding produziert weiterhin Alkohol, so dass über 3.000 Liter an Flächen- und Handdesinfektionsmittel zur Verfügung stehen. Einzige Ausnahme sind derzeit Infektschutzkittel, hier ist die Lieferung aktuell erschwert.

Busbeförderung als „logistische Herausforderung“

In einer Pressekonferenz am Donnerstag ging Landrat Martin Bayerstorfer auf einige Punkte ein, die Ministerpräsident Markus Söder mittags zu den Corona-Beschränkungen angekündigt hatte. So bezeichnete Bayerstorfer es als „logistische Herausforderung“ vor allem bei der Busbeförderung, dass ab 27. April die Abschlussklassen wieder unterrichtet werden – wohl mit versetztem Schulanfang und im Schichtbetrieb. „Da muss man flexible Lösungen finden“, sagte er. So könnten etwa Reisebusse, die derzeit ohnehin nicht als solche gebraucht würden, auch in der Schülerbeförderung oder im ÖPNV zum Einsatz kommen, um Sicherheitsabstand zu schaffen. Man sei bereits in Gesprächen mit den Busunternehmen. 

Keine Volksfeste: „Tut mir persönlich weh“

In medizinischen und pflegerischen Einrichtungen bleiben die Einschränkungen erhalten. Allerdings sollen Operationen wieder ermöglicht werden, die zwar nicht dringend, aber dennoch medizinisch sinnvoll sind. Außerdem soll die Sterbebegleitung großzügiger gestaltet sowie Serientests fürs Personal eingeführt werden, um in diesen Einrichtungen noch großflächiger zu testen als bisher. Dass heuer wohl keine Volksfeste stattfinden, „tut mir persönlich sehr weh, denn ich bin leidenschaftlicher Volksfestgänger“, sagte Bayerstorfer. Das Verbot von Großveranstaltungen sei „nicht schön, aber notwendig“. Es habe sich eben gezeigt, dass es bei solchen Festen die größte Ansteckungsrate gebe.

Nachfolgend die Details zur den Beschränkungen in Bayern:

Ausgangsbeschränkung

Ausgangsbeschränkung Die Ausgangsbeschränkungen bleiben bis mindestens 04. Mai in Kraft; allerdings übernimmt Bayern nun die Regelung des Bunds, dass es erlaubt ist, sich mit einer Person zu treffen, die nicht dem eigenen Haushalt angehört.

Mund-Nasen-Masken

Mund-Nasen-Masken Der Ministerpräsident hat ein Mundschutzgebot ausgesprochen; d.h. es herrscht keine Pflicht, aber es wird stark empfohlen, in Geschäften sowie bei Nutzung des ÖPNV eine Behelfs-Mund-Nasen-Maske zu tragen. Sollte das Gebot nicht beachtet wird, kommt auch eine Mundschutzpflicht in Betracht.

Offene Geschäfte

Geschäfte Einige Geschäfte werden künftig wieder öffnen können; Voraussetzung ist bei allen, dass Konzepte für Hygiene, Einlass, Parkplatz etc. vorliegen. Darüber hinaus muss sichergestellt werden, dass pro 20qm nur eine Person eingelassen wird.

Die zeitlichen Fristen sind: Ab 20. April: Baumärkte und Gärtnereien / Gartencenter dürfen wieder öffnen Ab 27. April: Geschäfte mit einer Größe von bis zu 800 qm; Ausnahme: Buchhandlungen sowie Auto- und Fahrradgeschäfte, diese dürfen auch größer sein Ab 04. Mai: Friseure und Fußpflege dürfen öffnen, aber nur mit entsprechend ausgelegten Hygiene-Konzepten

Kaufhäuser und Einkaufszentren bleiben vorerst geschlossen, ebenso wie Gastronomie und Hotels. Erst in einigen Wochen wird hier evaluiert, inwiefern es Öffnungen geben kann.

Schulen und Kitas

Hier gilt das Gebot: „Ältere vor Jüngeren“; d.h.: Ab 27. April: Abschlussklassen werden wieder unterrichtet; dabei ist die Klassengröße max. die Hälfte der bisherigen, d.h. etwa 10-15 Schüler; es müssen Abstandsregelungen in den Klassenzimmern von mind. 1,5m beachtet werden und es gibt keine Gruppenarbeit. Voraussichtlich wird es versetzten Schulanfang sowie Schichtbetrieb geben, außerdem strenge Regeln für den Aufenthalt im Schulgebäude sowie für Toilettengang und Pausen. Ab 11. Mai: angedacht, dass die Klassenstufen unter der Abschlussklasse ebenfalls wieder in den Unterricht dürfen; vorher wird aber eine Evaluierung der Abschlussklassen stattfinden, ob die Konzepte funktionieren Für alle weiteren Klassenstufen gibt es noch keine konkreten Termine; hier gibt es zunächst noch Abstimmungsbedarf. Grundschulen und KiTas bleiben vorerst allerdings geschlossen; dafür soll die Notbetreuung weiter ausgebaut werden

Großveranstaltungen 

Großveranstaltungen sind bis 31. August verboten; Ausnahme: Gottesdienste werden eventuell ab Mai wieder erlaubt sein, sofern es entsprechende Konzepte zu Hygiene, Abstandsregelungen etc. gibt.

Gesundheitssystem

In medizinischen und pflegerischen Einrichtungen bleiben die Einschränkungen erhalten. Allerdings sollen Operationen wieder ermöglicht werden, die zwar nicht dringend, aber dennoch medizinisch sinnvoll sind. Außerdem soll die Sterbebegleitung großzügiger gestaltet werden sowie Serientests für das Personal eingeführt werden, um in diesen Einrichtungen noch großflächiger zu testen als bisher. Generell sollen die Testkapazitäten deutlich ausgebaut werden, von derzeit 12.000 Tests pro Tag in Bayern auf 25.000 Tests pro Tag; auch die Zahl der Intensivbetten soll weiter erhöht sowie die Teams zur Kontaktpersonen-Nachverfolgung aufgebaut werden.

Screeningstellen im Landkreis

Am kommenden Wochenende wird, wie schon in den vergangenen zwei Wochen, nur die Screeningstelle „Drive-through“ in der Siglfinger Straße 50 jeweils von 09:00 bis 13:00 Uhr geöffnet haben, alle weiteren Screeningstellen bleiben geschlossen. Das Bürgertelefon ist nur am Samstag von 11:00 bis 15:00 Uhr besetzt. Darüber hinaus gibt es eine Änderung für die Screeningstelle am Bildungszentrum für Gesundheitsberufe in der Bajuwarenstraße 9 in Erding: die Schranke beim Parkplatz des Krankenhauses wird ab morgen wieder geschlossen. Wer zum Screening geht, bekommt dort aber ein Auslassticket, d.h. für Besucher der Screeningstelle bleibt das Parken kostenfrei.

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