1. Startseite
  2. Lokales
  3. Erding
  4. Erding

Bundeswehr rückt im Klinikum ein

Erstellt:

Von: Hans Moritz

Kommentare

corona-klinikum-bundeswehr
Die vierte Welle ist die höchste: Die roten Balken zeigen die Zahlen der Neuansteckungen seit März 2020. © LRA Erding

Das Klinikum Erding bekommt ab Mittwoch Unterstützung von der Bundeswehr. Für zwei Covid-Patienten kommt allerdings jede Hilfe zu spät - es sind die Pandemietoten 130 und 131.

Das Klinikum Erding kann im Kampf gegen die Covid-Epidemie jede helfende Hand gebrauchen. Am Montag lagen dort bereits 27 Patienten mit dem gefährlichen Lungenvirus. Sechs im Alter zwischen 45 und 70 Jahre befinden sich auf der komplett vollen Intensivstation – alle waren nicht geimpft, vier müssen künstlich beatmet werden. Am Mittwoch wird nun die Bundeswehr mit Sanitätspersonal im Kreiskrankenhaus einrücken. 15 Soldaten werden die Pflege unterstützen. Das wurde am Montag in der Führungsgruppe Katastrophenschutz bekannt. Landrat Martin Bayerstorfer ist dankbar: „Damit haben unsere Pfleger mehr Zeit für die Patienten.“

Ebenfalls im Krisenstab wurde bekannt, dass die Kontrollen kaum Verstöße zu Tage gefördert haben.

Für zwei Intensivpatienten kommt das zu spät. Sie verstarben nach Angaben von Klinik-Sprecherin Daniela Fritzen im Verlauf des Wochenendes. Damit hat Covid im Landkreis nunmehr 131 Todesopfer gefordert.

Am Sonntag und Montag sind dem Gesundheitsamt 225 neue Infektionen bekannt geworden – im Alter von vier bis 89 Jahren. Derzeit gelten 1506 Landkreisbürger als SarsCoV2-psoitiv. In Quarantäne befinden sich 2023 Personen. Davon sind laut Fritzen fünf Schulen und Kita neu betroffen: Realschule Taufkirchen (54 Schüler), Kinderhaus St. Franziskus Erding (17/1 Mitarbeiterin), Mittelschule Altenerding (3), Grundschule Pastetten (2) und Grundschule Fraunberg-Reichenkirchen (2). Nachdem es in einer Asylunterkunft in Wartenberg einen positiven Test gab, hat das Gesundheitsamt nach den Worten Fritzens „alle notwendigen Maßnahmen ergriffen und Quarantäne angeordnet“.

Die Inzidenz ist von Sonntag auf Montag von 746,6 auf 748,8 gestiegen. Sie wird trotz der 225 neuen Ansteckungen kaum ausschlagen, vor einer Woche waren es nämlich 232 gewesen.

Erfreulich ist, dass die Impfkampagne weiter deutlich an Fahrt gewinnt. In der vergangenen Woche wurden 5000 Dosen verabreicht – laut Landrat mehr als doppelt so viele wie in den Wochen zuvor. Allein seit Freitag waren es 1566 Impfungen. 89 100 von 140 000 Landkreisbürgern sind vollständig geimpft, das entspricht einer Quote von 64,6 Prozent. Bei den über Zwölfjährigen sind es 72,9 Prozent. Eine Liste aller Impfärzte gibt es auf www.landkreis-erding.de.

Seit Pandemiebeginn haben sich 12 201 Bürger nachweislich mit Corona infiziert, genesen sind 10 564. ham

Auch interessant

Kommentare