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Der blaue Balken wird wieder schmaler. Das zeigt, die Pandemie flaut merklich ab. Die Grafik dokumentiert den Verlauf seit Dezembe r.

Schwerpunktpraxen – 13 Neuinfektionen – Grundschulen öffnen wieder 

Deutlich mehr Lieferungen: Landkreis ändert Impfstrategie

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Zum zweiten Mal in Folge sind wieder mehr Ansteckungen mit dem Corona-Virus bekannt geworden. Dennoch stehen die Signale weiterhin auf Entspannung, aber auch mehr Sicherheit.

Erding– Fast 500 Bürger haben sich über das Wochenende auf Corona testen lassen –viel mehr als in den Tagen davor. Das könnte eine Erklärung dafür sein, warum am Mittwoch den zweiten Tag in Folge wieder mehr Neuinfektionen bekannt geworden sind. 16 waren es am Dienstag, 13 am Mittwoch. Dies teilt Gesundheitsamtssprecherin Daniela Fritzen mit.

Inzidenz wieder leicht gestiegen

Das Robert-Koch-Institut beziffert die Sieben-Tage-Inzidenz mit 26,1 (Dienstag: 21). Am Donnerstag wird sie erneut ansteigen, aber noch unter dem Schwellenwert 35 bleiben. Mit der Entwicklung ist Landrat Martin Bayerstorfer zufrieden: „Das ist der niedrigste Wert im südlichen Oberbayern und einer der niedrigsten Inzidenzen in ganz Bayern. Darüber sind wir sehr froh.“ Er führt das auf das „disziplinierte Verhalten der Bürger“ zurück.

Aktuell gelten 95 Personen als Sars-CoV-2-positiv, acht mehr als am Vortag. Insgesamt sind 5127 Infektionen bekannt, 4945 (plus fünf) gelten als genesen. Die Summe der Tests steigt um 113 auf 40 529.

Nur noch sechs Covid-19-Patienten im Klinikum

Laut Fritzen behandelt das Klinikum Erding sechs Covid-19-Patienten, einen weniger als am Tag zuvor. Intensivmedizinisch und künstlich beatmet muss nur noch einer werden.

Der Landkreis erwartet ab kommender Woche 50 Prozent mehr Impfstoff als zuletzt. 2700 Dosen sind nach Angaben Fritzens angekündigt. Deswegen wird nun die Impfstrategie geändert, „um die höheren Lieferungen ebenso zeitnah verimpfen zu können“, so Fritzen. Das BRK-Impfzentrum werde in einem ersten Schritt in die größere Turnhalle am Lodererplatz verlegt, wo eine zweite Impfstraße eingerichtet wird. „So können die Kapazitäten dort verdoppelt werden.“

Auch niedergelassene Ärzte sollen bald impfen dürfen

Mittelfristig sollen auch niedergelassene Ärzte impfen dürfen. In Rücksprache mit dem Ärztlichen Kreisverband werden zunächst gezielt Schwerpunktpraxen ausgewählt, die vom Impfzentrum beliefert werden.

Bislang wurden nach BRK-Angaben 7802 Impfungen durchgeführt. 2563 Bürger verfügen bereits über den zweiten und damit vollständigen Schutz. Allein am Dienstag waren es 280 Spritzen, 102 davon setzte das mobile Team in Heimen ein. 1229 Dosen gingen an Kliniken und Arztpraxen.

Inzwischen hat das Impfzentrum damit begonnen, auch die Behinderteneinrichtungen zu schützen. „Darüber hinaus soll bald den externen Dienstleistern wie beispielsweise Podologen oder Therapeuten, die Pflegeeinrichtungen besuchen, ein Impfangebot gemacht werden“, kündigt Fritzen an.

Schulen öffnen wieder - aber nur zum Teil

Aufgrund der niedrigen Inzidenz, die bereits seit 27. Januar unter 100 liegt, werden am Montag neben den Abschlussklassen die Grundschulen wieder geöffnet. Wo die Mindestabstände gewahrt sind, findet voller Präsenz-, sonst Wechselunterricht statt. Auch Kindertagesstätten gehen – mit Einschränkungen – wieder an den Start. Notbetreuung wird es weiter geben.

Testmöglichkeit für Lehrer, Erzieher und Schüler

Das Landratsamt bietet allen Lehrern, Erziehern und Schülern an, sich auf freiwilliger Basis testen zu lassen. „Die Testzentren haben die dafür nötigen Kapazitäten“, verspricht Fritzen. So kann bis voraussichtlich 15. März jede Lehrkraft zweimal pro Woche getestet werden. Zusätzlich kann sich auch weiterhin jeder ohne Symptome ohne vorherige Anmeldung am Testzentrum am Schwimmbad Dorfen auf das Virus untersuchen lassen. Die Zeiten hierfür sind Freitag von 14 bis 18 Uhr sowie am Samstag von 10 bis 16 Uhr.

Rund 100 systemrelevante Grenzgänger registriert

Was die Grenzgänger aus Tschechien und Tirol betrifft, haben zwölf Betriebe rund 100 ausländische Einpendler als systemrelevant gemeldet. Der Aufruf kam so kurzfristig, dass die Meldefrist bis Freitag, 0 Uhr, verlängert wurde. Grenzgänger brauchen einen negativen Test und eine Bescheinigung. Meldungen sollen per E-Mail an betriebe.corona@lra-ed.de geschickt werden. 

ham

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