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1457 Bürger sind bereits geimpft. Zweimal pro Woche erhält das BRK das Vakzin gegen Corona. 

Sieben weitere Covid-19-Opfer im Dezember – Weiter große Probleme im Distanzunterricht

Gesundheitsamt muss Toten-Bilanz nach oben korrigieren

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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An Covid-19 sind im Landkreis Erding in den vergangenen Wochen noch mehr Menschen gestorben als bislang bekannt. Doch es gibt weitere Signale der Entspannung.

Erding – Beim Gesundheitsamt gingen sieben weitere Todesmeldungen ein. Diese Fälle datieren noch vom Dezember, wurden aber jetzt erst den Behörden übermittelt. Damit gibt es im Landkreis nun 55 Corona-Tote, davon 44 seit Herbst, sagt Landratsamtssprecherin Claudia Fiebrandt-Kirmeyer.

Trotz intensiver Testung sind am Dienstag „nur“ 34 neue Infektionen mit dem Sars-Cov-2-Erreger bekannt geworden, so wenig wie schon lange nicht mehr (siehe Seite 2). Die Neuinfizierten sind zwischen einem und 88 Jahre alt. Damit steigt die Gesamtzahl auf 4563, die der Genesenen um eins auf 3929. Folglich gelten derzeit 579 Landkreisbürger als Corona-positiv. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist von 129,5 auf 126,6 leicht zurückgegangen.

Im Klinikum Erding zeichnet sich eine leichte Entspannung ab. 19 Covid-19-Patienten werden hier behandelt, davon drei auf der Intensivstation. Beatmet werden muss laut Fiebrandt-Kirmeyer derzeit keiner von ihnen. Die Klinik Wartenberg betreut 16 Virus-Patienten, zwei weniger als am Montag.

251 Bürger wurden am Montag auf die Lungenkrankheit getestet, insgesamt sind es nun 34 767 Abstriche.

Insgesamt spricht die Führungsgruppe Katastrophenschutz von einer leichten Entspannung auch in den Alten- und Pflegeheimen. In zwei weiteren gilt das Ausbruchsgeschehen als gestoppt, vier Einrichtungen sind noch betroffen, so die Sprecherin.

Gut voran geht es bei den Impfungen gegen das Corona-Virus. Das BRK als Betreiber des Erdinger Impfzentrums berichtet, dass am Montag 198 Personen dort geimpft worden seien. Das mobile Team konnte in den Heimen 108 Bewohnern und Pflegekräften einen ersten Schutz spritzen. In Summe sind es 1457 Impfungen. Am Dienstag wurden wieder zahlreiche Dosen verimpft. Heute geht es weiter.

Landrat Martin Bayerstorfer weist darauf hin, „dass die Zahl der Geimpften am Montag fast zehnmal so hoch war wie die der Neuinfizierten. Das sind erste positive Signale.“ Aufgrund der weiterhin hohen Sterblichkeit könne man aber „noch keine Entwarnung geben“. Für ihn steht fest: „Die Lage ist weiterhin ernst.“

Weiterhin schleppend läuft der Distanzunterricht – vor allem an den Grundschulen. Erneut machte die Plattform „Schulmanager“ vielerorts Ärger. Zahlreiche Familien konnten sich am Morgen wegen einer Überlastung des Systems nicht einwählen. Dabei hatte es am Montag geheißen, Programmierfehler seien abgestellt worden. Keine Probleme wurden an den Schulen bekannt, die mit den Plattformen „Mebis“ und „MS Teams“ arbeiten. HANS MORITZ

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