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Bald Alltag in den Schulen? Kinder testen sich auf das Corona-Virus.

Schulen bereiten sich auf Öffnung vor

Kurz nach den Lockerungen: Corona-Inzidenz steigt wieder auf über 50 - das sind die Folgen

  • Hans Moritz
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Es kam nicht überraschend: Im Landkreis Erding ist die Sieben-Tage-Inzidenz wieder über den Grenzwert von 50 gesprungen. Doch wie wirkt sich das auf die seit kurzem geltenden Lockerungen aus?

Erding – Nach 33 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus am Montag ist die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag erwartungsgemäß über den Grenzwert von 50 gesprungen. Sie betrug laut Robert-Koch-Institut 55,7 Neuansteckungen binnen einer Woche, bezogen auf 100 000 Einwohner. Und das nur einen Tag nach Wiedereröffnung der Geschäfte. Doch noch muss dieser Wert nichts bedeuten.

Corona im Landkreis Erding: Inzidenz steigt auf über 50 - Bald wieder schärfere Regeln?

Bis neuerliche Einschränkungen gelten – dem Handel wäre Verkauf nur nach Terminvereinbarung erlaubt – greifen, darf die Inzidenz drei Tage über 50 liegen, bis das Landratsamt den Schwellenwert offiziell als überschritten festlegen muss. Spätestens ab dem übernächsten Tag – ändert sich nichts, wäre das der kommende Freitag beziehungsweise Samstag – würden dann wieder schärfere Regeln gelten.

Jeder Freitag ist ab sofort der Stichtag, an dem über den Schulbetrieb entschieden wird. Liegt die Inzidenz an diesem Tag unter 50, öffnen die Grundschulen wieder für den Präsenzunterricht, ab Jahrgangsstufe fünf geht der Distanz- in den Wechselunterricht über. Diese Regelung gilt dann immer eine Woche, egal, wie sich die Inzidenz entwickelt.

Corona in Bayern: Liegt Inzidenz drei Tage über 50 folgen weitere Einschränkungen

Der Landkreis rüstet sich dafür. „Wir haben Schutzmaßnahmen in die Wege geleitet“, versichert Behördensprecherin Claudia Fiebrandt-Kirmeyer. Auf stark frequentierten Linien werden zusätzliche Verstärkerbusse eingesetzt, um die Einhaltung der Mindestabstände zwischen den SchülerInnen zu erleichtern. Für Lehrer sowie das pädagogische Personal in Kitas wurden zusätzliche Testmöglichkeiten geschaffen, die entweder über die Testzentren in Erding und Dorfen oder über niedergelassene Ärzte abgewickelt werden.

Auch Schüler können an den Testzentren kostenlos einen PCR-Test durchführen lassen. Zudem haben, wie berichtet, seit Dienstag alle Bürger die Möglichkeit, einen Antigen-Schnelltest an der Screeningstelle am Schwimmbad in Erding durchführen zu lassen. Für Beides wird um Anmeldung unter Tel. (0 81 22) 5 53 79 99 gebeten.

Corona im Landkreis Erding: Schulen bereiten sich auf Öffnungen vor

Weiter berichtet Fiebrandt-Kirmeyer, dass in den Landkreis-Schulen knapp 500 CO2-Ampeln sowie 31 Luftreiniger installiert worden seien. „Weitere 460 Filter für alle (!) Klassenzimmer werden bis Freitag und damit rechtzeitig vor dem Start des Wechselunterrichts installiert“, so die Behördensprecherin. Zusätzlich wurden an den drei Gymnasien Hygieneschutzscheiben installiert, alle Landkreis-Schulen verfügen über Desinfektionsmittelspender.

Das Infektionsgeschehen hat sich am Dienstag wieder abgeschwächt. Das Gesundheitsamt berichtet von neun neuen Infektionen. Deren Gesamtzahl beträgt nun 5319. Die Zahl der Genesenen steigt um acht auf 5062. Somit sind 158 Sars-CoV-2-Positive registriert, einer weniger als zu Wochenbeginn. Im Klinikum werden 17 Covid-19-Erkrankte behandelt. Zwei liegen auf der Intensivstation, einer wird künstlich beatmet. Die Pandemie bleibt tödlich, erneut sind ihr zwei Menschen erlegen, insgesamt sind es damit 99.

Corona in Erding: Infektionsgeschehen am Dienstag abgeschwächt

An der Screeningstelle wurden am Montag 307 Abstriche genommen, in Summe sind es 45 038. Das BRK hat zuletzt 333 Personen geimpft, 72 durch das das mobile Team. 12 450 Bürger sind geschützt, 5080 bereits das zweite Mal.

Wegen positiver Tests musste das Gesundheitsamt Quarantänen verhängen – an der Grundschule Altenerding (15 Kinder/1 Mitarbeiter), an der dortigen Mittelschule (15 Kinder), im Kinderhaus Wolperdinger in Altenerding (18/3), im Kinder- und Jugendhaus Dorfen (6/59, in der Kita St. Peter in Wörth (9) und im AWO-Kindergarten Sonnenschein (19). 

Eine Firma aus Wartenberg steht momentan im Fokus schwerer Vorwürfe. Der Geschäftsführer gibt zu, Mitarbeitern, die sich auf Corona testen lassen wollten, gedroht zu haben. Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem neuen, regelmäßigen Erding-Newsletter.

(ham)

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