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Enorm war der Ansturm über Ostern auf die 550 zusätzlichen Impfdosen. 

Inzidenz deutlich über 100

Corona: Max Gotz infiziert, Ansturm aufs Impfzentrum

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Nun hat es auch Oberbürgermeister Max Gotz erwischt: Der CSU-Politiker hat sich mit dem Corona-Virus angesteckt und muss vorerst bis 14. April in Quarantäne bleiben. Die dritte Welle ist über Ostern stark angeschwollen.

Erding – Das sagte er unserer Zeitung. Er spüre Symptome, diese seien jedoch schon wieder am Abklingen. Am Gründonnerstag habe er erfahren, dass er Kontaktperson 1 sei. Danach sei er sofort zum Testen gegangen und habe sich in Quarantäne begeben. Dort habe er dann den positiven Befund erhalten.

Bei der CSU-Landtagsabgeordneten Ulrike Scharf konnte das Virus am Wochenende nicht mehr nachgewiesen werden. Die frühere Umweltministerin erklärte auf Anfrage, dass sie zu Ostern die häusliche Quarantäne verlassen konnte. Ganz fit sei sie noch nicht wieder, „aber mir geht es wesentlich besser“. Vor den beiden hatten sich bereits Erdings Vize-Bürgermeisterin Petra Bauernfeind (FW) und Wartenbergs Rathauschef Christian Pröbst (CSU) mit Covid-19 infiziert.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist am Samstag mit 92,6 wieder unter die 100er-Grenze gesunken. Dafür schnellte sie über Ostern umso stärker nach oben – auf 132,4 am Sonntag und 133,9 am Montag. Ab Donnerstag drohen damit stärkere Einschränkungen. Bundesweit gab das Robert-Koch-Institut die 7-Tage-Inzidenz am Montag mit 128,0 an und die Reproduktionszahl mit 1,02. Das heißt, 100 Infizierte stecken 102 weitere Personen an.

Groß war der Ansturm auf das BRK-Impfzentrum, wo am Karsamstag, Ostersonn- und -montag 550 extra Dosen AstraZeneca verimpft wurden – an alle interessierten über 60-Jährigen. Gut 180 Nummern wurden pro Tag vergeben. Am ersten Tag war Knuth Schmidt aus Erding bereits um 12 Uhr an der Lodererplatz-Turnhalle, zwei Stunden vor Öffnung des Impfzentrums. „Ich will die Gelegenheit nutzen, Angst habe ich vor AstraZeneca nicht, das Risiko einer Ansteckung ist viel höher“, sagte er unserer Zeitung.

Längst nicht alle Impfwilligen kamen zum Zug. Wer wieder heimgeschickt wurde, war natürlich nicht gerade zufrieden. „Es wurde leider nicht kommuniziert, dass es pro Tag nur 180 Impfungen sind“, meinte ein Abgewiesener. Einer, der zum Zuge kam, lobte das gute Management der Sonderimpfung. „Ich bin jetzt einfach mal herkommen, in der Hoffnung, dass es klappt. Und jetzt bin ich geimpft.“ Ja, er habe sich wegen des Serums Gedanken gemacht, „aber der Nutzen überwiegt das Risiko ganz klar.“ 

ham

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