Deutlich mehr Menschen als in den Vorjahren ließen sich 2020 gegen Grippe impfen. Nun ist auch wieder genügend Impfstoff vorhanden.  Foto: dpa
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Am Samstag, 9. Januar, soll im Impfzentrum Erding der Impfbetrieb weitergehen (Symbolbild).

83 neue Fälle im Landkreis - Impfen geht am Samstag weiter

Corona-Impfung: Über 80-Jährige bekommen jetzt Post von den Gemeinden

  • Veronika Macht
    vonVeronika Macht
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83 neue Corona-Fälle im Landkreis Erding ist seit Dienstag bekannt geworden. Am Samstag soll der Impfbetrieb im Impfzentrum weitergehen.

Landkreis – Zu den bestätigten Covid-19-Fällen im Landkreis sind seit Dienstag 83 neue im Alter zwischen 0 und 96 Jahren hinzugekommen. Insgesamt sind es damit 4421 Fälle. Die Sieben-Tage-Inzidenz, bezogen auf 100 000 Einwohner, ist nach Angaben des RKI gesunken: Am Donnerstag lag sie bei 94,8 (Vortag: 117,2). Das teilte das Landratsamt mit.

Die Zahl der Genesenen steigt um 55 auf 3786. Damit gelten derzeit 591 Personen als infiziert (5. Januar: 563). Im Klinikum Landkreis Erding werden 27 Covid-19-Erkrankte behandelt, davon 24 auf Isolier- und drei auf Intensivstation (einer davon beatmet). Am Testzentrum in Erding wurden am Dienstag und Mittwoch 326 Personen getestet. Insgesamt steigt die Zahl der Tests auf 33 507.

Impfzentrum: Über 80-Jährige bekommen Post von den Gemeinden

Am Impfzentrum wird für Freitag, 8. Januar, die nächste Impfstofflieferung erwartet, sodass ab Samstag, 9. Januar, der Betrieb wieder in vollem Umfang aufgenommen werden soll. Auf eine Anfrage von Kreisrätin Ulla Dieckmann (SPD) hin teilt das Landratsamt zudem mit, dass die Gemeinden die über 80-jährigen Bürger anschreiben und sie auf das Impfzentrum und die Terminvereinbarung hinwiesen.

Um die Klinik Wartenberg im Zuge des Ausbruchsgeschehens unterstützen zu können, wurden in Abstimmung mit dem Ärztlichen Leiter Krankenhauskoordinierung, Dr. Rainald Kaube, in zwei Phasen zunächst elf und am Donnerstag weitere zwölf Corona-Patienten in umliegende Kliniken im oberbayerischen Raum verlegt. Unterstützt habe hier die Führungsgruppe Katastrophenschutz mit der Bereitstellung von Fahrzeugen zum Transport. Ebenfalls konnte weiteres Personal, etwa von der Flughafenklinik München, nach Wartenberg vermittelt werden, um den Betrieb weiter zu stabilisieren.

Laut Klinik-Sprecherin Irene Hilf wurden seit Bekanntwerden des Corona-Ausbruchs vorige Woche 32 Patienten positiv getestet. Hinzu kommen 20 infizierte Mitarbeiter. Diese Zahlen könnten noch steigen, denn für den Samstag ist eine Reihentestung aller Beschäftigten und Patienten vorgesehen. Die Tests sollen bis Montagfrüh ausgewertet sein.

Bitte um „besondere Sensibilität für die aktuelle Situation“

Dr. Kaube bittet alle Bürger um besondere Sensibilität für die aktuelle Situation. In den Krankenhäusern habe die Sicherstellung der Notfallversorgung aller Patienten, mit oder ohne Covid-Erkrankung, oberste Priorität. Dazu müssten Einschränkungen wie die Verschiebung nicht absolut notwendiger OPs sowie sehr eingeschränkte Besuchsmöglichkeiten hingenommen werden. Außerdem müsse aktuell mit deutlich höheren Warte- sowie längeren Transportzeiten in ein geeignetes, möglicherweise weiter entfernt gelegenes Krankenhaus gerechnet werden. Und „es wird verstärkt darauf geachtet, dass alle Behandlungen, die ambulant durchgeführt werden können, auch in dieser Form erfolgen, um den Stationär-Bereich in den Krankenhäusern zu entlasten“.

Die neuen Fälle

kommen aus Erding (20), Wartenberg (10), Taufkirchen (7), St. Wolfgang (6), Inning am Holz, Oberding (je 5), Dorfen, Fraunberg (je 4), Pastetten, Wörth (je 3), Steinkirchen, Walpertskirchen, Moosinning, Forstern, Kirchberg (je 2), Berglern, Bockhorn, Buch am Buchrain, Isen, Langenpreising und Neuching (je 1).

vam

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