So schaut das Logo der Ardeo-Aktion „Erdings bunte Häuser“ aus. Es wird an der Eingangstür der Geschäfte angebracht. In 17 Häusern gibt es ab 2. Juni Blumengrüße für die Kunden.
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So schaut das Logo der Ardeo-Aktion „Erdings bunte Häuser“ aus. Es wird an der Eingangstür der Geschäfte angebracht. In 17 Häusern gibt es ab 2. Juni Blumengrüße für die Kunden.

Kritik vom Ardeo-Vorsitzenden Wolfgang Kraus

Corona und Großbaustelle in Erding: „Eine schlimmere Kombi ist kaum vorstellbar“

  • Gabi Zierz
    vonGabi Zierz
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Der Erdinger Modehaus-Chef Wolfgang Kraus ist mit dem Umsatz nach der Corona-bedingten Zwangsschließung zufrieden, aber die Großbaustelle vor der Tür ärgert ihn.

„Die Leute haben Lust aufs Einkaufen“, sagt Wolfgang Kraus, Chef des gleichnamigen Modehauses am Schrannenplatz und Vorsitzender der Interessengemeinschaft Ardeo in Erding. Sie startet jetzt eine neue Aktion, um auf ihre knapp 100 Mitgliedsbetriebe aufmerksam zu machen: Erdings bunte Häuser. In 17 von ihnen gibt es ab nächster Woche Blumen für die Kundschaft.

Freude über Zuspruch der Kundinnen

Kraus hat seit der Wiedereröffnung nach der corona-bedingten Zwangsschließung den Eindruck, die Kunden schätzten die kleineren Geschäfte mit persönlicher Beratung gerade in diesen Zeiten. „Ich bin total erfreut über den Zuspruch“, sagt er. Stammkundinnen würden ebenso kommen wie Neukundinnen. „Die Maske ist natürlich lästig, aber es geht ganz gut.“ Auch aus anderen Geschäften habe er positive Rückmeldungen zum Umsatz erhalten.

Alle Angestellten aus Kurzarbeit zurück

Wie Kraus hatten viele ihre Angestellten in Kurzarbeit schicken müssen. Im Modehaus sind alle wieder zurück und haben gut zu tun. Dabei hat nicht nur Corona für Tristesse gesorgt, sondern auch die Großbaustelle am Schrannenplatz. „Eine schlimmere Kombi ist kaum vorstellbar“, sagt Kraus. Er habe nicht nur sein Geschäft hier. „Wir leben auch hinter der Baustelle.“ Das Dixi-Klo für die Bauarbeiter stehe direkt gegenüber des Hauseingangs. Nicht nur bei dessen Positionierung hätte sich Kraus mehr Rücksicht von den Verantwortlichen gewünscht. „Dass die Arbeiten notwendig sind, ist klar. Aber da fehlt mir das Gespür, dass man rumgeht und mit den Leuten redet“, sagt er.

Ardeo-Aktion „Erdings bunte Häuser“

Erdings bunte Häuser haben sich einiges auf die Fahne geschrieben: individuell geführt, bester Service, ortsnahe Arbeitsplätze, kompakte Vielfalt, lokal verwurzelt, traditionsreich. Dazu zählen nicht nur Einzelhandelsgeschäfte in der Innenstadt, sondern auch Gastronomie-, Kultur- und Dienstleistungsbetriebe sowie Handwerker.

Sie alle machen mit. Das erkennen die Kunden am markanten Logo auf der Eingangstür – „und sie wissen gleich, dahinter befindet sich ein besonderes Stück Erding. Wer hier einkauft, unterstützt direkt die lokale Wirtschaft und trägt zum Erhalt der Angebotsvielfalt bei“, betont Kraus. Eine Übersicht gibt es im Internet auf www.erdingsbuntehaeuser.de. „Wir engagieren uns aktiv dafür, dass unsere Heimatstadt Erding lebendig und liebenswert bleibt – durch unsere Mitgliedschaft im Ardeo Netzwerk Erding, durch möglichst regionales Wirtschaften, durch den Erhalt unserer Häuser – und nicht zuletzt, indem wir unsere Steuern hier zahlen“, erklärt Kraus.

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