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Welche Rolle spielt das Starkbierfest in Rosenheim bei der Ausbreitung des Coronavirus?

Freising und Erding stark betroffen

Corona-Brennpunkte in Oberbayern: Mit extrem hohem Fallaufkommen schlägt ein Hotspot sogar New York

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In Rosenheim steht das Starkbierfest unter Verdacht, die Corona-Lage verschlimmert zu haben. Auch Erding und Freising sind stark betroffen.

  • Die oberbayerischen Landkreise Freising und Erding sind sehr stark von der Corona-Krise betroffen.
  • Im Landkreis Freising starben bereits mehrere Personen an dem neuartigen Virus.
  • Ministerpräsident Markus Söder sicherte nun Hilfe im Freistaat zu.

Update 7. April, 11.05 Uhr: Nicht nur im Landkreis Rosenheim steht die Feier eines Starkbierfests unter Verdacht, der Grund für die überdurchschnittlich heftige Verbreitung des Coronavirus zu sein. Auch im Landkreis Tirschenreuth könnte dies zu einer enorm hohen Infektionsrate beigetragen haben. Zumindest im absoluten Corona-Hotspot Mitterteich, in dem knapp 6500 Einwohner leben, könnte dies der Fall gewesen sein.

Corona-Hotspot Tirschenreuth: Höheres Fallaufkommen als in New York

Tirschenreuth ist der Landkreis in Deutschland mit dem höchsten Fallaufkommen des neuartigen Virus. Die Inzidenz liegt dort bei über 1000, was bedeutet, dass auf 100.000 Einwohner über 1000 Infizierte kämen - wenn Tirschenreuth so viele Einwohner hätte. Tatsächlich liebt die Einwohnerzahl aber nur bei etwa 72.000 Menschen. Dennoch ist die Inzidenz rein rechnerisch betrachtet sogar größer, als die im US-Bundesstaat New York, berichtet der Nachrichtensender ntv.

Coronavirus-Brennpunkte in Oberbayern: Rosenheimer Starkbierfest unter Verdacht 

Update 31. März, 12.05 Uhr: Nicht nur in Erding und Freising sind die Zahlen der Corona-Infektionen überdurchschnittlich hoch. Auch im Landkreis Rosenheim gibt es viele Infizierte. Stand 30. März gab es dort beinahe 740 registrierte Infektionen sowie 7 Todesfälle. Die Infektionsrate pro 100.000 Einwohnern lag bei 283. Über Nacht dürfte dies nochmal angestiegen sein.

Corona-Hotspot Rosenheim: Ist das Starkbierfest schuld?

Nun werden Spekulationen über den möglichen Grund des rasanten Infektionsanstiegs laut. Im Landratsam Rosenheim gibt man sich auf Nachfragen von rosenheim24.de hin vorsichtig, räumt jedoch ein, dass das Anfang März stattgefundene Starkbierfest damit in Zusammenhang stehen könnte.

Das Gesundheitsamt hatte Anfang März eine Absage des Fests gefordert. Dem war die Stadt zunächst nicht nachgekommen, was von den Verantwortlichen von Auerbräu zunächst positiv und als "mutiges, starkes Zeichen der Stadt Rosenheim“ gewertet wurde.

Hotspot Rosenheim: Starkbierfest als Corona-Verbreiter? Brauerei wehrt ab

Nach drei Tagen hatte man das Fest dann jedoch abgebrochen, nachdem bundesweite immer mehr Feste und Events auf Eis gelegt worden waren. Das Gesundheitsamt sei derzeit aufgrund der Pandemie nicht in der Lage, sich zu hypothetischen Theorien zur Verbreitung des Virus im Landkreis Rosenheim zu äußern, heißt es in einem Statement.

Auch die für das Starkbierfest verantwortliche Brauerei Auerbräu weist eine Schuld von sich. Man habe alle Sicherheitsmaßnahmen eingehalten und im Team sei kein einziger Corona-Fall zu verzeichnen, heißt es von den Verantwortlichen.

Corona-Hotspots in Oberbayern - Ministerpräsident Söder sichert Hilfe zu

Freising/Erding - Um 12.30 Uhr ist Ministerpräsident Markus Söder am Montag vor die Presse getreten. Die Infektionskurve flache zwar ab, es herrsche aber immer noch eine angespannte Situation. Einen der bayerischen Corona-Hotspots lokalisierte Söder in Erding. Dort kommen bei aktuell 291 registrierten Infektionen 211 Fälle auf 100.000 Einwohner. 

Corona-Krise in Erding und Freising - Extrem hohe Infizierten-Rate

Deutlich schlimmer betroffen ist der benachbarte Landkreis Freising. Dort wurden (Stand 30. März, 16.00 Uhr) bereits 448 Infektionen registriert, wie eine interaktive, mit offiziellen Zahlen befüllte Karte zeigt.. Das sind 250 Infizierte pro 100.000 Einwohner. Sechs Menschen im Landkreis Freising starben bereits an den Folgen der Infektion und erlagen der Krankheit Covid-19.

Er bot diesen Regionen Unterstützung an. Bei Bedarf könne zusätzliches Personal entsendet werden. Ebenso seien Verlegungen von Patienten in andere Kliniken möglich.

Corona-Hotspots in Oberbayern: Ministerpräsident Söder verspricht Hilfe

Söder kündigte 26 Hilfskrankenhäuser im Freistaat an, darunter das Lazarett im Warteraum Asyl. Das soll diese Woche mit 160 Plätzen aufnahmebereit sein. Ein Ausbau auf 1000 Betten ist möglich. Noch ist aber nicht klar, ob und wann die ersten Corona-Infizierten hierher verlegt werden müssen.

Für Montag hat das Landratsamt noch keine neuen Fallzahlen vorgelegt. Die Gesamtzahl wird aber in beiden Landkreisen weiter ansteigen. Bislang werden 28 Patienten im Krankenhaus versorgt, davon acht auf der Intensivstation. Sieben müssen künstlich beatmet werden. Die aktuelle Lage wird das Landratsamt am Nachmittag mitteilen.

Corona-Hotspots in Oberbayern: Aiwanger verspricht Corona-Schnelltest

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat einen Corona-Schnelltest „made in Bavaria“ angekündigt. Die Ergebnisse würden in Minutenschnelle vorliegen.

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