Zahl der Neu-Infizierten geht zurück

Covid-19: Jetzt 20 Patienten im Klinikum

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Es wird wieder besser im Landkreis: Die Zahl der Neu-Ansteckungen geht weiter zurück. Allerdings müssen nun schon 20 Patienten im Klinikum behandelt werden.

Seit zwei Tagen ist die Zahl der Neuinfektionen im Landkreis rückläufig. Symbolfoto.

Erding – Ist der Scheitelpunkt der zweiten Corona-Welle im Landkreis Erding überschritten? Zwar ist die Zahl der Neu-Infektionen nach wie vor hoch, allerdings nicht mehr so dramatisch wie am Montag mit 97 Fällen. Nach 47 positiven Tests am Dienstag waren es gestern „nur“ noch 38, teilt das Gesundheitsamt mit. Das könnte ein Indiz dafür sein, dass der Lockdown nach nun zehn Tagen langsam Wirkung zeigt.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ging von 234,1 auf nun 216,7 Neu-Infektionen, bezogen auf eine Woche und 100 000 Einwohner, zurück und ist damit erstmals seit gut drei Wochen wieder gesunken. Besorgniserregender ist die Lage im Klinikum. Dort müssen mittlerweile 20 Covid-19-Patienten behandelt werden, vier mehr als am Tag zuvor. Auf der Intensivstation liegen nach Angaben von Landratsamtssprecherin Claudia Fiebrandt-Kirmeyer weiterhin vier Patienten, die alle künstlich beatmet werden müssen.

Seit März haben sich im Landkreis 1661 Menschen mit Sars-CoV-2 angesteckt. Die Zahl der Genesenen bleibt bei 1202. Als akut infiziert gelten damit 447 Personen, so Fiebrandt-Kirmeyer. An der Screeningstelle wurden am Montag 329 Abstriche genommen, in Summe sind es 16 219.

Die zweite Corona-Welle zwingt immer mehr Kinder, Jugendliche, Lehrer und Betreuer in Quarantäne. Am Mittwoch kamen der Naturkindergarten Dorfen und das Berufliche Förderzentrum in Erding dazu. Davon betroffen sind drei Kinder in Dorfen sowie am BFZ elf Schülerinnen aus dem Landkreis Erding sowie acht weitere, die außerhalb wohnen. Insgesamt befinden sich aktuell 198 Schülerinnen und Schüler im Landkreis in Quarantäne, so das Landratsamt.

Das Robert-Koch-Institut teilte gestern mit, dass sich bundesweit mehr als 300 000 Schüler in Quarantäne befinden. Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes sprach deshalb von einem „Salami-Lockdown“ an den Schulen, die möglichst lange im Präsenz-Vollunterricht bleiben sollen.

Die neuen Fälle

kommen aus Erding (11), Dorfen (5), St. Wolfgang (4), Taufkirchen (3), Moosinning, Forstern und Oberding (je 2), Berglern, Eitting, Inning am Holz, Isen, Pastetten, Steinkirchen, Walpertskirchen, Wartenberg und Wörth.  ham

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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