CSU-Frühschoppen 

„In fünf Jahren steht beim Mayr-Wirt noch nichts“

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Das stark gestiegene Verkehrsaufkommen in und um Erding und das Mayr-Wirt-Areal führten beim CSU-Stammtisch am Sonntag zu Diskussionen. Vize-Bürgermeister Ludwig Kirmair stand beim Kreuzeder Rede und Antwort.

Erding– Kirmairs Überblick über das städtische Kulturengagement sorgte unter den sieben Zuhörern nicht für Kontroversen. Das Thema Verkehr umso mehr. „Wir spüren die Freisinger Brücke ganz deutlich“, sagte Kirmair. „Genauso würden wir spüren, wenn wir eine Fußgängerzone hätten“, sagte er zum gerade vom Stadtrat mehrheitlich abgelehnten Grünen-Antrag. Dagegen hat er bei einem Besuch in Regensburg festgestellt, dass dort Radfahrer in Fußgängerzonen geduldet seien und „sich ganz gut vertragen“.

Das konnte sich Rudi Zweck auch in Erding vorstellen. Er schlug vor, von der Landshuter Straße aus eine Radspur über Schrannenplatz und Kleinen Platz anzulegen. Zum einen sei das sicherer, als auf der Straße zu fahren, zum anderen verkürze das den Weg in die Lange Zeile. Der Radspur wollte Kirmair nicht beipflichten. Walter Rauscher griff die Idee aber auf und schlug vor, die Radler auf beiden Plätzen einfach zu dulden.

Aus Altenerding kam Kritik an der Ortsdurchfahrt. „Ist was geplant, die eckigen Dinger wenigstens etwas abzurunden“, fragte Dieter Brenninger mit Blick auf einige markante Ausbuchtungen im Straßenverlauf, die es unmöglich machten, dass zwei Autos aneinander vorbeikommen. „Die ganze Straße ist eine Fehlplanung“, meinte Zweck dazu.

Mit einer „Apokalypse“ rechnet Arnold Kronseder am Bahnübergang in Altenerding, wenn der Ringschluss realisiert ist. So schön es sei, dass die Haager Straße untertunnelt und Langengeisling nicht abgeschnitten werde, auch in Altenerding müsse was getan werden. Kirmair erinnerte daran, dass das aktuelle Planfeststellungsverfahren den Bereich Altenerding nicht beinhalte. „Das muss dann ein neues Verfahren sein.“

Uneins war man sich auch, wie schnell es auf dem Mayr-Wirt-Areal weitergeht. Das Gasthaus schließt bekanntlich zum Jahresende. Der Abriss und ein neuer Komplex mit Tiefgarage und neuem Gasthaus sind beschlossen. Die Stadt hat sich für die Planung die Sparkasse mit ins Boot geholt. „Es ist aber noch nichts unterschrieben“, sagte Kirmair.

Hermann Schießl konnte sich vorstellen, dass nach dem Abriss erst einmal der Parkplatz vergrößert werde. Zweck sagte: „In fünf Jahren steht beim Mayr-Wirt noch nichts.“ Kirmair wollte das nicht ausschließen. Schießl war da optimistischer: „Bei dieser Wette halte ich dagegen.“

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