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CSU-Hauptversammlung 

Erding bald bei 40 000 Einwohnern

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Die frühere Rathaus-Apotheke am Schrannenplatz soll neue Tourist-Information werden. Das deutete Jakob Mittermeier in der CSU-Hauptversammlung an. Der Umzug vom Schönen Turm könne aber erst erfolgen, wenn das neue Rathaus an der Landshuter Straße 4 gebaut sei und die Verwaltung endlich mehr Platz habe.

Erding –  Mittermeier nutzte die Hauptversammlung, um zur Halbzeit der Kommunalwahl-Periode 2014 bis 2020 Bilanz zu ziehen. Im Mayr-Wirt betonte er, dass seine Fraktion nicht über die absolute Mehrheit von 20 plus einem Sitz verfüge, sondern über 17 Mandate zuzüglich Oberbürgermeister.

So gut die Stadt finanziell da stehe, „müssen wir aufpassen, weitere Verpflichtungen einzugehen“, mahnte Mittermeier. Zwar seien die Rücklagen auf 70 Millionen Euro angewachsen. „Aber wir stehen auch vor großen Herausforderungen, die uns in den nächsten Jahren bis zu 90 Millionen Euro kosten dürften.“ Beispielhaft nannte er die Nordumfahrung (zehn Millionen Euro), den S-Bahn-Ringschluss (34 Mio.), die Sanierung der Mittelschule Erding (25 Mio.), das neue Rathaus (8 Mio.), den Stadtpark (4,5 Mio.) und die Freisinger Brücke (2,5 Mio.).

Mittermeier versicherte, die CSU-Fraktion orientiere sich an den Versprechen im Wahlkampf und setze diese Schritt für Schritt um. Daher stehe man auch hinter dem Gewerbegebiet an der Sigwolf-/Dachauer Straße. „Viele ansässige Betriebe signalisieren, dass sie erweitern wollen. Wir müssen auch weitere Arbeitsplätze schaffen – nicht nur für Zuzügler, sondern auch für Einheimische, die derzeit noch pendeln.“ Ob südlich des Gewerbegebiets Erding-West tatsächlich eine Logistikhalle komme, ist nach den Worten des Fraktionsführers „überhaupt noch nicht entschieden“.

Auch beim Wohnungsbau habe man viel erreicht, sagte Mittermeier mit Verweis auf den Thermengarten-Süd, den Poststadl/B 388, die Sportfeldstraße sowie in Klettham. Darüber hinaus listete er zahlreiche bedeutende Verdichtungen im Stadtgebiet auf. „Insgesamt entsteht in den nächsten Jahren Wohnraum für rund 1500 Bürger“, rechnete Mittermeier vor. Er geht davon aus, „dass wir 2018/2019 erstmals 40 000 Einwohner zählen“.

Dies sei eine enorme Herausforderung nicht zuletzt für die Infrastruktur – „von der Krippe bis zum Friedhof“, so der Fraktionschef, vor allem aber für die Straßen. Mittermeier äußerte die Hoffnung, „dass der Planfeststellungsbeschluss für die Nordumfahrung so rasch wie möglich kommt. „Und dann erwarte ich vom Freistaat, dass er mehr als 70 Prozent der Kosten übernimmt, denn de facto ist die ED 99 eine Kreisstraße.“

Zuvor hatte Ortsvorsitzender und OB Max Gotz den Zusammenhalt des 500 Mitglieder starken CSU-Ortsverbands gelobt. „Wir sind präsent und sowohl personell als auch inhaltlich gut aufgestellt.“ Nächstes Jahr bekomme der Ortsverband einen neuen Namen – nicht mehr CSU Mittelzentrum Erding, sondern Oberzentrum.

Ein großes Lob sprach Gotz allen Wahlhelfern aus. Mit dem Frühstart beim Plakatieren habe man es bis ins Fernsehen geschafft. „So große Werbung, ohne einen Cent zu zahlen, das schaffen nur wir“, merkte er augenzwinkernd an. Bedauerlich sei der eher dürftige Besuch der Wahlkampfveranstaltung mit Innenminister Joachim Herrmann gewesen.

Die Partei mache schwere Zeiten durch. „Umso wichtiger ist es, dass wir Inhalte in den Vordergrund rücken.“ Vom CSU-Parteitag erwarte er einen Befreiungsschlag und einen Neuanfang. 

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