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Frohes neues Jahr wünschte die CSU-Chefetage den Besuchern des Neujahrsempfang (v. l.): Landrat Martin Bayerstorfer, Umweltministerin Ulrike Scharf, MdB Andreas Lenz, Bezirksrat Franz Hofstetter, Bürgermeistersprecher Hans Wiesmaier und Erdings OB Max Gotz.

CSU-Neujahrsempfang

Bayerstorfer will Scharf auch im ersten Kabinett Söder sehen

Das Klinikum und die Wahlen in diesem Jahr waren die beherrschenden Themen  beim Neujahrsempfang der Landkreis-CSU. Vorsitzender Martin Bayerstorfer rückte so einiges gerade.

Erding - Gut eine Stunde lang schüttelten die Gastgeber des CSU-Neujahrsempfangs am Dreikönigstag in der Stadthalle ihren Gästen die Hände. Als besonderen Gast des Abends begrüßte Landrat und CSU-Kreisvorsitzender Martin Bayerstorfer Umweltministerin Ulrike Scharf und nutzte die Gelegenheit, sich deutlich zu positionieren: „Um eines klarzustellen und keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Ulrike Scharf macht eine hervorragende Arbeit für Bayern. Es wäre mein Wunsch, dass sie auch beim designierten Ministerpräsidenten einen Platz am Kabinettstisch haben wird und ich hoffe, dass er entsprechend handelt.“ Das sagte er in Anspielung auf Vermutungen, Bayerstorfer liebäugle mit einem Posten in der ersten Regierung von Markus Söder.

Bayerstorfer sagte, bei der Land- und Bezirkstagswahl würden „die entscheidenden Weichen für die Zukunft in diesem Land gestellt“. Um gerüstet zu sein, solle neben Scharf erneut Thomas Schreder kandidieren, um über die Liste ins Maximilianeum einzuziehen.

Für den Bezirkstag bekommt Franz Hofstetter aus Taufkrichen diesmal Unterstützung von der Lengdorfer Bürgermeisterin Gerlinde Sigl, die ebenfalls als Zweitstimmenbewerberin antritt.

Man habe im Landkreis Erding eine „Vielzahl von Themen zu bearbeiten“, so der Landrat und verwies auf den kürzlich verabschiedeten Rekordhaushalt mit einer Summe von 188 Millionen Euro. Erfolge seien dank einer „hervorragenden Wirtschaftspolitik“ vor allem vom Mittelstand erzielt worden. Seit 2013 habe ein Zuwachs von über 50 Prozent bei der Steuerkraft erreicht werden können. Damit sei der Landkreis Spitzenreiter in der gesamten Republik.

Auch auf die neue Satzung des Klinikums und die Kritik daran ging der CSU-Chef ein. Insgesamt habe der Landkreis 50 Millionen Euro in die Häuser gesteckt. Und deswegen sei „es richtig – und es ist auch in der Landkreisordnung so festgelegt – dass diese Häuser der Grund- und Regelversorgung in die Zuständigkeit des Landkreises gehören“, wies Bayersdorfer jegliche Vorwürfe über sein Handeln zurück. In der nächsten Kreistagssitzung am 22. Januar werde der Wirtschaftsplan beraten. Gemeinsam mit der Verwaltung, den Chefärzten und den Pflegekräften solle das „hohe medizinische Niveau weiter gehalten werden“, versicherte er.

Lob zollte der Landrat den vielen Menschen im Landkreis, die sich ehrenamtlich betätigen. Für sie habe man die Ehrenamtskarte eingeführt, die finanzielle Vergünstigungen mit sich bringt. Etwa 500 Anträge seien schon eingegangen.

Umweltministerin Scharf hatte „Heimat“ als großes Thema ihrer Ansprache gewählt. Vor allem von den Kommunen werde das „Wurzelwerk der Demokratie“ getragen, so Scharf in Hinblick auf die Wahlen. Besonders lobte die Ministerin den Landkreis Erding für die deutschlandweit niedrigste Arbeitslosenquote und eine Wirtschaftskraft, „von der andere nur träumen können“.

„Wir geben jeden dritten Euro für Bildung und Wissenschaft aus und sichern damit den jungen Menschen die Zukunft“, sagte Scharf. Dabei sei es auch wichtig, die demografische Entwicklung bei Stadt und Land nicht aus den Augen zu verlieren. „Die Jungen dürfen auf dem Land nicht zur seltenen Art werden“, betonte die Ministerin. Hier gilt es, ein Miteinander der Generationen zu schaffen. „Die Jungen laufen zwar schneller, die Alten kennen die besseren Abkürzungen“.

In Bezug auf den Landkreis ging Scharf vor allem auf die Infrastrukturmaßnahmen ein. So werde die geplante Nordumfahrung von Erding als Staatsstraße vom Freistaat übernommen. Deutliche Worte fand Scharf zur dritten Startbahn: „Solange ich am Kabinettstisch sitze, werde ich mich klar positionieren und ihrem Bau nicht zustimmen.“

Henry Dinger

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