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Das neue Rathaus ist eines der Mammutprojekte, das die Stadt heuer anpackt. Fertig sein soll es 2019.

CSU-Ortsverband

Die Millionen-Agenda des Erdinger Stadtrats

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Investitionen in Höhe von 32 Millionen Euro stehen im Haushalt 2018 der Stadt Erding. Die CSU geht aber davon aus, dass nur ein Drittel der Mittel tatsächlich benötigt wird.

Erding - Am Stammtisch des CSU-Ortsverbandes am Sonntag im Wirtshaus Kreuzeder berichtete Stadtrat Hermann Schießl über die Millionen-Agenda des Stadtrats. Im Dezember war der Rekordhaushalt mit einem Gesamtvolumen von 136 Millionen Euro verabschiedet worden (wir berichteten). Dafür will Erding heuer Geld ausgeben:

- Der Bau des neuen Rathauses an der Landshuter Straße wird laut Schießl voraussichtlich sieben Millionen Euro kosten. Zwei Millionen Euro davon fallen heuer an.

- 22 Millionen Euro dürfte die Generalsanierung der Mittelschule am Lodererplatz kosten. Acht Millionen sind für heuer eingestellt.

- Der Bau der Mensa mit Probenraum für die Musikschule in Altenerding Süd ist mit vier Millionen Euro veranschlagt, im laufenden Jahr sind es 1,5 Millionen Euro.

- Die Sanierung des alten Lohnkutscherhäusls am Rätschenbach 12 benötigt eine Million Euro. Als Rest sind noch 300 000 Euro fällig.-

- Für den Bau einer Dreifach-Mehrzweckhalle neben dem Eisstadion hat der Stadtrat 250 000 Euro Planungskosten in den Etat eingestellt. Schießl erklärte, noch sei nicht entschieden, ob diese Halle und/oder die neue am Anne-Frank-Gymnasium wettkampftauglich, also mit Tribüne, ausgebildet werden. „Dann wird es gleich beträchtlich teurer. Dafür gibt es die Sempt-Sporthalle“, wandte Stadtrat Burkhard Köppen ein. Schießl sagte, der Alpenverein würde in der neuen Halle gerne eine Kletterwand realisieren.

- 4,5 von insgesamt 5,5 Millionen Euro werden 2018 für den zweiten Sanierungsabschnitt Stadtpark fällig.

- Die Freisinger Brücke wird ab dem Sommer wieder befahrbar sein. Von den 3,8 Millionen Euro Gesamtkosten sind noch zwei Millionen zu begleichen. Für die Sanierung der Semptbrücke am Schönen Turm sind 300 000 Euro veranschlagt. „Wenn auch hier ein Neubau nötig wird, wird es um ein Vielfaches teuer“, sagte Schießl. Geplant sind seinen Worten zufolge zudem neue Brücken an der Lukasmühle in Altenerding (700 000 Euro) und am Schleifersteg am Stadtwehr (300 000 Euro).

Auf Nachfrage von Arnold Kronseder erklärte Schießl, die Stadt stehe einem neuen Petersbergbrückerl in Altenerding offen gegenüber. „Dazu muss aber erst der Hochwasserschutz für die Stadt stehen“, stellte Hochwasserreferent Köppen klar.

- Für die Erschließung des Wohngebiets am Thermengarten sind noch zwei von 2,8 Millionen erforderlich. „Das ist für die Stadt aber nur ein Durchlaufposten, weil das den Bauträgern in Rechnung gestellt wird“, so Schießl.

- Eine halbe Million Euro steckt die Stadt 2018 in den neuen Knoten an der B 388/Schlossallee in Altenerding. Insgesamt zahlt sie 2,5 Millionen Euro.

- Als finanziell größtes Vorhaben, das die Stadt jemals angepackt hat, führte Schießl den Anteil von 32 Millionen Euro für den längeren S-Bahn-Ringschluss-Tunnel unter Haager Straße und Bahnhof auf. Die erste von vier 8,75-Millionen-Euro-Tranchen werde im laufenden Jahr fällig.

- Schießl blickte über 2018 hinaus und nannte einige „Generationenprojekte für die nächsten 30/40 Jahre“: die Nordumfahrung, die Nordanbindung in Langengeisling sowie die Konversion des Fliegerhorsts. „Dort entsteht nicht weniger als ein neuer Stadtteil.“

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