Heiß umkämpft sind seit Jahren die Kreisderbys zwischen dem ESC Dorfen und den Erding Gladiators. foto: weingartner

„Das ist was ganz Besonderes“

Dorfen - Die Eishockey-Bayernliga wartet heute mit einem Leckerbissen auf. In der Dorfener Dr. Rudolf-Halle kreuzen um 20 Uhr der ESC Dorfen und der TSV Erding die Schläger.

Die Begegnungen der beiden Clubs, ob in Dorfen oder in Erding, sind seit vielen Jahren prestigeträchtig und dementsprechend heiß umkämpft. Die Isenstädter Eispiraten haben derzeit nicht die besten Karten, weil sie seit Saisonbeginn von permanentem Verletzungspech verfolgt sind. Da wundert es nicht, dass beim gastgebenden Tabellenvierzehnten bisher aus sechs Begegnungen lediglich ein knapper 4:3-Sieg gegen Aufsteiger Lindau zu Buche steht.

Allerdings haben sich die Eispiraten bei den fünf knappen Niederlagen gut verkauft. Besonders schwerwiegend für die Eispiraten ist die erneute Knieverletzung von Torhüter Niko Bunck, der wieder einige Wochen pausieren muss. Ebenso müssen die Dorfener auf den torgefährlichen Alexander Koß verzichten, der in dieser Woche am Daumen operiert wurde und einige Wochen ausfällt. Ein kleiner Lichtblick im Kader von Trainer Jan Smolko ist die Rückkehr von Stürmer Andreas Attenberger, der die Trainingseinheiten in dieser Woche wieder mitmachen konnte. Auch ist Verteidiger Sascha Aiglstorfer nach seiner wochenlangen Verletzung wieder auf den Sprung zurück ins Team. Allerdings ist Verteidiger Peter Stoiber heute gegen seinen Ex-Club zum Zuschauen verurteilt, weil er im letzten Spiel gegen Buchloe eine Spieldauerstrafe kassiert hat.

Beim ESC, bei dem Klaus Däffinger wieder im Tor steht, hofft man neben einem starken Zuschaueraufkommen auf ein positives Abschneiden der Eispiraten nach dem Motto: Derbys haben ihre eigenen Gesetze. Am Sonntag gastiert der ESC um 17 Uhr beim mittlerweile auf Platz zwei vorgerückten TSV Peißenberg, eine Eishockeyfestung, die von den Isenstädter Puckjägern in den vergangenen Jahren nur selten gestürmt werden konnte.

„Ein sehr schwieriges Wochenende“, erwartet Petr Vorisek. Der Trainer der Erding Gladiators hat großen Respekt vor dem ESC Dorfen und auch vor dem Sonntags-Heimgegner EV Weiden.

„Gegen Dorfen, das ist ein großes Derby, das ist was ganz Besonderes“, meint der TSV-Coach, der sich von der derzeitigen personellen Misere des ESC nicht blenden lässt: „Wir müssen richtig Gas geben und maximal konzentriert spielen.“

Bei den Gladiators hat sich die personelle Situation im Vergleich zum vergangenen Sonntag etwas entspannt. Die Sperre von Ales Jirik ist abgelaufen, Timo Borrmann konnte nach seiner Fußprellung wieder voll trainieren, so dass Alex Gantschnig seine etatmäßigen Sturmpartner wieder an seiner Seite hat. Der zweite Sturm wird zwar von diversen kleineren Wehwehchen geplagt, wird aber ebenso komplett sein. Verzichten muss Vorisek noch auf Axel Schütz, der nach einem berufsbedingten Auslandsaufenthalt erst am Wochenende wieder in Erding eintrifft. Auch Sebastian Bellstedt konnte diese Woche nicht trainieren. Bleibt noch Christian Mitternacht, der nach seiner Verletzungspause erst gestern Abend wieder in den Trainingsbetrieb eingestiegen ist. Für ihn kommt ein Einsatz wohl noch zu früh, wenngleich er gegen seinen Ex-Club natürlich unbedingt dabei sein möchte.

(br/wk)

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