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Proben für den großen Auftritt: Die Chorkinder der Kreismusikschule mit Leiter Bernd Scheumaier (r.).

Interview

Sternschnuppe: „Das wird ein Freundschaftskonzert“

Erding - Vergangenen Sommer waren Margit Sarholz und Werner Meier, das Sternschnuppe-Duo, mit einem mobilen Aufnahmestudio an sieben bayerischen Musikschulen und haben mit den Kinder alte, traditionelle, aber auch bayerische Kinderlieder für ihre neue CD „Drunt in der greana Au“ aufgenommen. Sie machten auch im Heimatlandkreis Halt und sangen mit den Chorkindern der Kreismusikschule Erding.

Seit kurzem ist das Künstler-Paar Margit Sarholz und Werner Meier in Bayern auf Tour und singt live mit den Chorkindern und Musikern der Musikschulen auf der Bühne. Am Sonntag, 10. April, gastiert Sternschnuppe mit dem Chor und den Musikern der Erdinger Musikschule in der Stadthalle. Über das Gemeinschaftsprojekt unterhielten wir uns mit den beiden Ottenhofenern.

- Wer von Ihnen beiden kam auf die Idee, mit Kinderchören eine CD einzuspielen?

Margit Sarholz: Wenn man das im Nachhinein immer noch so genau wüsste. Doch Ich war’s.

Werner Meier  (lacht): Wir wollten einfach mal aus dem Studio raus. Da kam uns die Idee, Chöre in bayerischen Musikschulen zu suchen, die mit uns traditionelle Kinderlieder singen.

-Wie wurden die sieben Musikschulen ausgewählt?

Sarholz: Wir sind mit dem Finger quer über die Landkarte gefahren. Und ein paar Musikschulen schätzen wir besonders, weil wir schon gute Erfahrungen mit ihnen gemacht haben.

Meier: Erding hatte schon den Heimatbonus. Man muss aber auch sagen, dass Bernd Scheumaier, der Leiter der KMS, sehr kooperativ und aufgeschlossen ist. Er hat unser Projekt sehr gefördert.

- Wie oft waren Sie jeweils vor Ort?

Sarholz: Zuerst haben wir mal mit der Musikschulleitung gesprochen, dann haben wir die Chöre bei den Proben besucht, bis wir schließlich in jeder Schule zwei Lieder aufgenommen haben, ein altes bekanntes Lied mit teilweise neuem Text und ein neues, bayerisches Lied, das wir geschrieben haben.

Meier: Das Einsingen für die CD war für die Kinder und auch für uns der anstrengendste Teil, aber es hat sich gelohnt. Die Aufnahmen sind sehr schön geworden. Alles hört sich sehr frisch und natürlich an. Für die Konzerte haben wir die Noten für die Instrumente rausgeschrieben. Das war ein ziemlich großer Aufwand, aber er wird sich lohnen, wenn die Musiker in der Stadthalle loslegen.

-Wie alt sind die Kinder, und wie haben die Mädchen und Buben auf Sie reagiert?

Sarholz: Die einen waren hibbelig, die anderen ganz still. Unsere Aufgabe ist es dann, den Kindern keinen Stress zu machen. Andererseits müssen wir aber auch was fordern, weil sonst wird es ja nix und es bleibt fad. Aber wenn es den Kindern Spaß macht, sind sie sehr leistungsbereit, und in Erding haben wir das super hingekriegt. Die Kinder sind alle im Grundschulalter.

-Wie viele Kinder haben in Erding mitgemacht?

Sarholz: Beim Konzert am 10. April wird ein großer Chor mit rund 25 Kindern unter der Leitung von Angelika Huber singen. Bei den Aufnahmen war nur ein Auswahlchor von rund fünf bis zehn Kindern dabei.

Meier: Die Auswahl musste wegen der Sprachverständlichkeit sein. Wenn weniger Sänger ins Mikrophon singen, klingt das knackiger und präziser. Anderfalls gäbe es den bekannten Chorhall, und man versteht nichts.

- Wieviele Lieder gibt es nun auf der CD?

Meier: Es sind 15. Die Hälfte besteht aus traditionellen bayerischen Liedern mit neuen Strophen. Die andere Hälfte aus neuen, von uns komponierten und bekannten Sternschnuppe-Liedern im bayerischen Stil.

-Welche Lieder singen die Erdinger?

Sarholz: „Heit stell ma an Maibaum auf“, das ist von uns und „Kikerikiki“ ein traditionelles mit neuem Text.

-Welchen Part übernehmen die Kinder beim Konzert?

Sarholz: Die Musikschulen konnten aus einer Auswahl von Liedern der CD sieben Lieder aussuchen, die sie beim Konzert singen und spielen wollen. Im ersten Teil singt der Chor natürlich seine Lieder, im zweiten Teil, den wir Sternschnuppen bestreiten, können die Kinder auch mitsingen und die Musiker ebenfalls, wenn sie wollen. Das wird ein richtiges Freundschaftskonzert.

-Ist ein ähnliches Projekt für die Zukunft in Planung?

Meier: Wir warten jetzt einmal ab, wie die Konzerte laufen. Wir waren schon in Grassau, das war ein super Erfolg. Sarholz: Das Konzept könnte man zum Beispiel auch auf verschiedene Bläsergruppen übertragen. Besonders freuen wir uns jetzt auf das Konzert in Erding. Es ist immer ein schönes Gefühl, in der Heimat zu spielen. Manche Kinder kennen uns ja persönlich.

Meier: Des werd’ a Gaudi am 10. April, wir freuen uns!

Das Gespräch führte Alexandra Anderka

Karten

für das Konzert am 10. April um 15 Uhr in der Stadthalle gibt es unter Tel.: (08122) 99 07 12.

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