Mayls Majurani
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Mayls Majurani gendert nicht immer konsequent, hat aber Verständnis für die Diskussion.

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Gendergerechte Sprache: „Wir Männer sollten da einfach mal die Klappe halten“

  • VonMayls Majurani
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Gendern oder nicht gendern – darüber streitet wohl ganz Deutschland. Unser Volontär meint: Männer sollten da kein Mitspracherecht haben.

Gestern las ich in der Zeitung, dass die Lufthansa das „Damen und Herren“ in ihren Begrüßungen abschafft und in Zukunft eine gendergerechte Sprache bei der Anrede ihrer Fluggäste verwenden will. Darüber werden sich viele lustig machen oder aufregen. Ich sehe das gelassen.

Kommentar zum Gendern: „Wir Männer sollten da einfach mal die Klappe halten“

Wenn nicht wenige nicht-männliche Menschen meinen, sie fühlen sich von Wörtern im generischen Maskulinum ausgegrenzt oder zumindest nicht repräsentiert, dann sollten wir Männer einfach mal die Klappe halten. Uns fehlt hier die Deutungshoheit. Männer, die meinen, sie müssten trotzdem ihren Senf dazu abgeben, erinnern mich an weiße Deutsche, die mir zu erklären versuchen, was Rassismus ist, und was nicht.

Gendern: Männer sollten kein Mitspracherecht haben - „Habe für solche Probleme eine sehr einfache Lösung“

Sehr gelassen sehe ich auch, die Anreden, die an mich gerichtet sind. Ich habe schon unzählige E-Mails mit „Sehr geehrte Frau Majurani“ bekommen. Einmal stand da sogar tatsächlich „Lieber Frau Majurani“. Die falsche Anrede finde ich übrigens amüsanter als ein halbherziges „Liebe/r Mayls Majurani“, das ich auch oft genug lese. Insgesamt ist es aber herrlich, wie viele Menschen an meinem Namen verzweifeln.

Ich habe für solche Probleme eine ganz andere und sehr einfache Lösung: „Liebe Menschen“, sage ich immer, wenn es nur eine Person ist auch mal „Lieber Mensch“. Denn Mensch sind wir alle. Da wird niemand ausgegrenzt, alle gehören dazu. Einmal bin ich aber zu einer Gruppe von Freunden dazugestoßen, da war auch ein Hund dabei. Da musste ich dann umdenken: „Liebe Säugetiere“.

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