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Schön, aber schädlich: das Silvesterfeuerwerk über den Dächern Erdings. Stadtrat Hans Egger geht die Knallerei zu weit.  

Debatte um Feuerwerkskörper

Feuerwerk nur noch in der Altstadt?

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Erding – Die Rauchschwaden haben sich gerade erst verzogen, da wird das Silvesterfeuerwerk in Erding politisch. Die Stadtratsfraktion von Erding Jetzt beantragt eine Debatte darüber, die Knallerei zu begrenzen und so kontrollierbar zu machen.

Fraktionssprecher Hans Egger schwebt dabei der Bereich der Altstadt vor. An anderen Stellen in der Stadt, vor allem in den Siedlungen, wäre Feuerwerk dann nicht mehr zulässig.

Das ist insofern ein bemerkenswerter Vorschlag, als immer mehr Kommunen Raketen und Böller gerade in den historischen Stadtkernen verbieten – wegen der erhöhten Brandgefahr und der dichten Bebauung.

Egger ist der Auffassung, dass die Knallerei zum Jahreswechsel auch in Erding überdacht werden sollte. So sei die Herzogstadt binnen weniger Stunden mit Feinstaub in einer Menge überzogen worden, die einem Sechstel der Gesamtbelastung durch den Straßenverkehr entspricht. „Dies erscheint gerade im Licht der aktuellen Diskussion um Fahrverbote für Dieselfahrzeuge geradezu absurd“, schreibt Egger in dem unserer Zeitung vorliegenden Antrag.

Weitere Gründe sprächen für eine Beschränkung: Gefährdung von Mensch und Tier, Lärmbelästigung, Verschmutzung sowie Verwendung verbotener Böller und Raketen aus dem Ausland. Egger geht davon aus, dass ein generelles Verbot nicht durchsetzbar sei.

Mit der vorgeschlagenen Lösung „wäre allen Beteiligten gedient. Die Knallerei ist nach wie vor möglich, findet aber nicht mehr so konzentriert und im gegenseitigen Wettbewerb statt“, so der Stadtrat. „Die Hoffnung bleibt, dass sich auch insgesamt das Feuerwerk reduziert, da die Attraktivität abnehmen sollte und die damit verbundenen Probleme mehr ins Bewusstsein der Öffentlichkeit befördert werden.“

Egger fordert Oberbürgermeister Max Gotz (CSU) auf, den Antrag dem Stadtrat vorzulegen, damit dieser beraten und entscheiden könne. 356 Tage hat er dafür Zeit – dann ist wieder Silvester. 

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