Traumpaar aus Erding für den Kaiserball in München: Maria Lüdicke und David Mieth. Foto: Seidel

Debütanten im Dreivierteltakt

Erding - Maria Lüdicke und David Mieth aus Erding tanzen für ihr Leben gern. Beim Kaiserball in München wird das Paar unter den Debütanten übers Parkett schweben.

Das Erdinger Traumpaar Maria Lüdicke und David Mieth gehört zu den Debütanten des Kaiserballs, der am 5. Februar in München steigt. Seit fünfzig Jahren veranstaltet die Österreichisch-Bayerische Gesellschaft den Ball, streng nach dem großen Vorbild des Wiener Hofballs.Auch heuer werden im Internationalen Congress Center wieder hochrangige Gäste der Politik, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft erwartet. Und ganz wie es die Tradition des Wiener Hofballs bestimmt wird das Jungdamen- und Jungherrenkomitee den Ball mit einem Walzer eröffnen.

Unter den Debütanten sind auch Lüdicke und Mieth. „Viel trainieren müssen sie eigentlich nicht mehr“, berichtet Angela Niestroy von der Tanzwelt Niestroy, die auch die Welt der beiden ist – besonders für die 16-jährige Maria. Sie kam bereits mit viereinhalb Jahren zum Ballettunterricht. Ehrgeizige Wünsche wie den Traum der Prima Ballerina hegte sie nicht, ihr ging es nur ums Tanzen. So stieg sie vor zweieinhalb Jahren auf Standardtänze um, und auf dem Parkett können der Gymnasiastin wohl nur noch Angela und Hubert Niestroy ein paar geheime Tipps beibringen. Dass Tanzen weiter ihr Leben sein wird, weiß sie jetzt schon.

Nicht viel anders ist das bei Mieth. Der 21-Jährige belegte vor vier Jahren einen Grundkurs und fand seinen Spaß daran – nur leider keine feste Tanzpartnerin. Und so „habe ich erst einmal Pause gemacht“, erzählt der Auszubildende zum Autohandelskaufmann. Doch bei Fortgeschrittenen- und Meisterkursen entdeckte Angela Niestroy sein Talent, und als er wieder einmal nach einer Partnerin suchte, brachte sie Lüdicke und Mieth zusammen.

„Draußen“ – wohl außerhalb der Tanzwelt – „sind wir gute Freunde“, berichten sie. Und drinnen sind sie ein Traumpaar, weiß Angela Niestroy.

Für Lüdicke und Mieth ist es der Höhepunkt ihres Sports, heuer zu Walzerklängen den Kaiserball eröffnen dürfen. Nervös sind sie schon ein bisschen, mehr aber um der hochkarätigen Gäste und des gesellschaftlichen Ereignisses wegen. Bis der Formationstanz, traditionell unter der Leitung der Tanzschule Willy Elmayer, eingeübt wird, gibt es noch einiges zu tun. Lüdicke muss ihre neuen Tanzschuhe einlaufen und Mieth, der seine „zweiten Socken“ schon angepasst hat, vergisst über die Frage nach dem Sitz seiner Fliege fast das Lächeln für den Fotografen. (gse)

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